Vom Verteidiger zum Stürmer: Les Lancasters ungewöhnliche Karrierewende bei den Eisbären
Les Lancaster: Vom Verteidiger zum Stürmer bei Eisbären

Eisbären Berlin sichern direkte Play-off-Qualifikation mit Mannschaftsleistung

Die Eisbären Berlin haben mit einer beeindruckenden Energieleistung und bemerkenswerter mannschaftlicher Geschlossenheit die direkte Qualifikation für die Viertelfinal-Play-offs in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erreicht. In den entscheidenden Partien setzten sich die Berliner gegen die Spitzenteams aus Mannheim mit 4:2 und München mit 5:1 durch. Diese Erfolge haben den Profis drei freie Tage redlich verdient eingebracht, bevor das erste Spiel der Play-off-Serie in Straubing am 24. März beginnt, die im Modus best of seven ausgetragen wird.

Les Lancasters außergewöhnliche Transformation

Eine der bemerkenswertesten Entwicklungen dieser Saison ist die enorme Steigerung von Les Lancaster. Der 31-jährige US-Amerikaner begann die Spielzeit noch bei den Münchener Bayern, wo er jedoch nicht lizenziert wurde und trotz bestehenden Vertrags nur von der Tribüne aus zuschauen musste. Diese Erfahrung hat Lancaster offenbar zusätzlich motiviert, denn seit seinem Wechsel zu den Eisbären zeigt er allen, die nicht an ihn glaubten, was in ihm steckt.

Ende Oktober holten die Berliner Lancaster als Ersatz für mehrere verletzte Verteidiger wie Wissmann und Niemeläinen. Zunächst als Offensivverteidiger eingesetzt, zeigte Lancaster zwar offensive Qualitäten, wies aber einige Schwächen im Abwehrverhalten auf. Als sich die Personallage in der Defensive der Eisbären besserte, kam Trainer Serge Aubin auf eine ungewöhnliche Idee.

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Trainer Aubins kreative Lösung

Der 51-jährige Trainer erklärte seine Entscheidung: „Ich habe mit Les gesprochen und ihn gefragt, ob er im Sturm spielen würde. Denn dort benötigten wir plötzlich aufgrund von Verletzungen Hilfe. Er sagte sofort zu. Les hat zuletzt super Leistungen abgeliefert.“

Diese taktische Neuausrichtung hat sich als Volltreffer erwiesen. Lancaster bildet nun zusammen mit Eric Hördler und Manuel Wiederer die vierte Sturmreihe der Eisbären, die momentan herausragende Leistungen zeigt. Der Hobby-Golfer hat sich erstaunlich schnell in seiner neuen Rolle eingefunden und trägt maßgeblich zum Erfolg des Teams bei.

Die ungewöhnliche Karrierewende Lancasters unterstreicht nicht nur die Flexibilität des Spielers, sondern auch die kreative Trainingsarbeit von Serge Aubin. In einer Phase, in der viele Teams mit Verletzungsproblemen zu kämpfen haben, zeigt diese Lösung, wie man vorhandenes Potenzial optimal nutzen kann.

Die Eisbären gehen mit diesem Erfolg und der gelungenen Integration Lancasters in neuer Position selbstbewusst in die Play-offs. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob diese unkonventionelle Lösung auch in der heißen Phase der Meisterschaft trägt.

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