Moritz Müller, das Urgestein der Kölner Haie, hat eine zeitnahe Entscheidung über seine Zukunft als Eishockey-Profi angekündigt. Der langjährige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft und der Kölner Haie gab bei MagentaSport zu, dass es ihm schwerfalle, loszulassen. „Ich merke, wie sehr ich mit dem Herzen da verwachsen bin“, sagte der 39-Jährige.
Wechselbad der Gefühle
Ein „paar Tage“ Zeit habe er sich bei den Haien erbeten. „Ich war die letzten Wochen und Tage und bin auch immer noch in einem Wechselbad der Gefühle“, sagte Müller. Er fragt sich, ob die „mentale und körperliche Kraft“ reicht, um „nochmal anzugreifen“. Gleichzeitig höre er sich „Alternativen“ an: „Was könnte man sonst noch machen?“
Verpasste Titel und Olympia-Enttäuschung
Mit den Haien verpasste er in der abgelaufenen Saison den ersehnten Titel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nach einem Halbfinal-Aus in den Playoffs gegen die Eisbären Berlin. Auch die Olympischen Spiele in Mailand verliefen trotz des stark besetzten Kaders enttäuschend. Auf seine 13. WM, die am Freitag (15. Mai) in der Schweiz beginnt, verzichtete „Mo“ Müller.
Experte bei MagentaSport
Das Turnier begleitet der Olympiazweite von 2018 und Vizeweltmeister von 2023 als Experte für MagentaSport. Sollte sich Müller für eine Fortsetzung seiner Karriere entscheiden, könnten zu seinen 221 Länderspielen weitere bei der Heim-WM im kommenden Jahr hinzukommen. Den DEL-Rekord der Haie-Legende Mirko Lüdemann (1197 Spiele) würde Müller (1183) sicher knacken.
Die Entscheidung über seine Zukunft wird mit Spannung erwartet, denn Müller ist eine der prägendsten Figuren im deutschen Eishockey. Seine Leidenschaft für den Sport und seine Verbundenheit mit den Kölner Haien sind ungebrochen, doch die körperlichen und mentalen Anforderungen werden mit zunehmendem Alter nicht geringer. Fans und Experten hoffen auf eine Fortsetzung seiner Karriere, die ihm noch weitere Meilensteine bescheren könnte.



