Deutsches Para-Eishockey-Team erleidet 0:12-Klatsche gegen China bei Paralympics-Comeback
Para-Eishockey: 0:12-Klatsche für Deutschland gegen China

Bitteres Paralympics-Comeback: Deutsche Para-Eishockey-Mannschaft unterliegt China mit 0:12

Das lang ersehnte Comeback der deutschen Para-Eishockey-Nationalmannschaft bei den Paralympics nach zwanzigjähriger Abwesenheit ist mit einer deutlichen Niederlage gestartet. In Mailand musste sich das Team von Bundestrainer Peter Willmann (58) in der Vorrundenpartie mit einem klaren 0:12 (0:5, 0:3, 0:4) gegen den hoch favorisierten Gegner aus China geschlagen geben.

„Sehr komische Tore“ – Wedde kommentiert die Abreibung

Fahnenträger und erfahrener Routinier Jörg Wedde (60) zeigte sich nach der deutlichen Niederlage sichtlich enttäuscht: „Das Ergebnis lasse ich mal einfach so stehen. Es war klar, dass uns China das eine oder andere Tor einschenkt, aber es waren schon ein paar sehr komische Tore heute mit dabei.“ Die deutsche Mannschaft wirkte gegen die überlegenen Chinesen über weite Strecken des Spiels chancenlos und konnte kaum gefährliche Offensivaktionen entwickeln.

Qualifikation bereits als Erfolg gewertet

Für das siebzehnköpfige deutsche Aufgebot gilt bereits die Qualifikation für die Paralympics als großer Erfolg. Bei der Weltmeisterschaft 2025 in Buffalo (USA) hatte sich das Team mit einem überraschenden 5:2-Sieg über die Slowakei den fünften Platz und damit das letzte Ticket für Mailand 2026 gesichert. Bundestrainer Willmann hatte die Erwartungen an sein Team bereits vor dem Turnierbeginn bewusst heruntergeschraubt: „Mit der Qualifikation haben wir unser Ziel schon erreicht. Wir sind hier und berühren das paralympische Eis. Alle reden immer von Medaillen, aber die legt man sich nach den Spielen in die Schublade. Was im Kopf bleibt, das sind die Erinnerungen.“

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Gemischte Erfahrungswerte im Kader

Während dreizehn Spieler im deutschen Team ihr paralympisches Debüt feiern, waren vier Akteure bereits bei der letzten Paralympics-Teilnahme 2006 in Turin dabei. Damals belegte die deutsche Mannschaft den vierten Platz. Der mit 18 Jahren jüngste Spieler im Kader, Jano Bußmann, war zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht geboren – ein deutliches Zeichen für den Generationswechsel im deutschen Para-Eishockey.

Herausfordernde Vorrundenspiele stehen bevor

Die deutsche Auswahl steht vor weiteren schwierigen Aufgaben in der Vorrunde. Am Montag trifft das Team auf Goldmedaillenanwärter USA, ehe am Dienstag im letzten Vorrundenspiel der Gastgeber Italien wartet. Die Chancen auf ein Weiterkommen erscheinen nach der deutlichen Auftaktniederlage gegen China als äußerst gering, doch das deutsche Team will weiter mit vollem Einsatz kämpfen und positive Erfahrungen sammeln.

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