Grizzlys Wolfsburg reagieren auf sportliche Krise mit Trainerwechsel
Fünf Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hat der Tabellenachte Grizzlys Wolfsburg überraschend die Konsequenzen aus der jüngsten sportlichen Talfahrt gezogen. Der Verein trennte sich am Dienstag von Cheftrainer Mike Stewart und seinem Co-Trainer Gary Shuchuk. Damit reagieren die Niedersachsen auf drei Niederlagen in Serie nach der Olympia-Pause.
„Neuer Impuls für die Mannschaft notwendig“
„Es gibt keine Schuldzuweisungen, aber wir sind der Meinung, dass in der jetzigen Situation ein neuer Impuls für die Mannschaft notwendig ist“, erklärte Klaus Mohrs, der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Grizzlys, in einer offiziellen Vereinsmitteilung. Über einen Nachfolger für die verbleibenden fünf Spiele der regulären Saison sowie mögliche Playoffs wolle der Klub „in Kürze“ informieren.
Die Entscheidung fällt in einer kritischen Phase der Saison. Statt noch einmal den sechsten Platz und die direkte Playoff-Qualifikation anzustreben, ist sogar das Minimalziel der Pre-Playoffs aktuell gefährdet. Die Niederlagen gegen die Schwenninger Wild Wings (2:4), bei den Straubing Tigers (0:4) und zuletzt gegen die Löwen Frankfurt (2:3 n.V.) haben die Situation verschärft.
Stewarts Bilanz bei den Grizzlys
Mike Stewart hatte die Mannschaft im Jahr 2021 übernommen und in seinen ersten beiden Spielzeiten (2021/22 und 2022/23) jeweils ins Halbfinale der DEL geführt. In der Saison 2023/24 erreichten die Grizzlys noch das Viertelfinale, im vergangenen Jahr verpassten sie jedoch komplett die heiße Phase der Playoffs. Der Vertrag des 53-jährigen Trainers wäre ohnehin zum Saisonende ausgelaufen.
Obwohl der Vorsprung auf den elften Platz und die Augsburger Panther aktuell neun Punkte beträgt, bleibt die Situation angespannt. Am letzten Spieltag kommt es zum direkten Duell zwischen Wolfsburg und Augsburg, was die Bedeutung jedes verbleibenden Spiels unterstreicht.
Nächste Herausforderung gegen Ingolstadt
Als nächste Aufgabe wartet auf die Wolfsburger bereits am Mittwochabend (19.30 Uhr) das Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt. Der bayerische Club hat sein Ticket für das Viertelfinale bereits so gut wie sicher und stellt damit eine besondere Herausforderung für die führungslosen Grizzlys dar.
Die Entscheidung des Vereins zeigt, wie wichtig die verbleibenden Spiele für die Saisonbilanz sind. Nicht nur die Playoff-Teilnahme steht auf dem Spiel, sondern auch die sportliche Zukunft des Clubs in der DEL. Die Suche nach einem Interimstrainer läuft auf Hochtouren, während die Mannschaft versuchen muss, die negativen Ergebnisse hinter sich zu lassen.



