18-jähriger Montrell Culbreath begeistert bei Bayer Leverkusen gegen den FC Bayern
In einem spannenden Bundesliga-Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern sorgte der erst 18-jährige Montrell Culbreath für Furore. Bei seinem zweiten Startelfeinsatz in der höchsten deutschen Spielklasse zeigte der junge Offensivspieler eine beeindruckende Leistung und trug maßgeblich zum 1:1-Unentschieden seiner Mannschaft bei.
Frühe Balleroberung leitet Leverkusens Führungstreffer ein
Bereits nach fünf Spielminuten demonstrierte Culbreath sein großes Talent. Mit schnellen Reflexen entriss er dem Bayern-Star Luis Díaz den Ball und leitete damit den Angriff ein, der zwölf Sekunden später zum 1:0 durch Aleix García führte. Diese frühe Balleroberung markierte den Auftakt zu einem herausragenden Spiel des Nachwuchsspielers, der sich gegen die etablierten Bayern-Stars behauptete.
„Vor dem Spiel macht man sich Gedanken, aber sobald es losgeht, spielt man einfach. Im Endeffekt sind sie auch nur Menschen wie wir alle“, erklärte Culbreath nach dem Spiel mit bemerkenswerter Gelassenheit.
Statistisch überzeugende Leistung des Youngsters
Der Flügelspieler überzeugte nicht nur mit seiner Spielintelligenz, sondern auch mit soliden statistischen Werten. 77 Prozent seiner 13 Zweikämpfe gewann der 18-Jährige, während 94 Prozent seiner Pässe den Mitspieler erreichten. Besonders bemerkenswert war sein selbstbewusstes Auftreten gegen erfahrene Gegenspieler wie Konrad Laimer, den er auf der rechten Seite mehrfach ausspielte.
Trainer Hjulmand voll des Lobes
Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand zeigte sich begeistert von der Entwicklung seines Schützlings: „Montrell hat in den letzten Monaten große Sprünge gemacht. Er macht immer alles, ist immer bereit und trainiert hervorragend. Am wichtigsten ist seine Persönlichkeit. Er ist immer aktiv, schaltet nie ab.“
Der dänische Trainer betonte besonders die Bedeutung dieser Nachwuchsförderung: „Wir haben einen Jungen aus unserer Akademie herausgebracht. Das ist großartig für unseren Verein. Er ist erst 18, das ist top, wir haben einen Spieler mit Perspektive.“
Historische Bedeutung für Bayer Leverkusen
Für den Bundesligisten stellt Culbreaths Entwicklung eine besondere Freude dar, da die Nachwuchsarbeit in Leverkusen lange Zeit keine Spieler hervorgebracht hatte, die sich nachhaltig bei den Profis etablieren konnten. Zuletzt gelang dies Kai Havertz im Jahr 2016, während Florian Wirtz zwar für Leverkusen spielt, aber aus der Kölner Jugend stammt.
Culbreath selbst hatte bereits im Dezember 2025 bei seinem Profidebüt in Leipzig Geschichte geschrieben, als er mit seinem Treffer zum 3:1-Endstand zum viertjüngsten Torschützen der Klubhistorie avancierte. Nur Florian Wirtz, Kai Havertz und Julian Brandt netzten in jüngeren Jahren für Leverkusen.
Zukunftsperspektiven des Talents
Der vielseitige Offensivspieler, der eigentlich als klassischer Zehner gilt, zeigte gegen Bayern auch defensive Qualitäten. „Eigentlich ist Montrell ein klassischer Zehner, sehr offensiv, aber er hat heute viel verteidigt. Wir haben diese Position intensiv trainiert, und er hat mich überzeugt“, erklärte Hjulmand.
Da auf der rechten Seite aktuell mehrere Spieler verletzt oder nicht in Top-Form sind, könnte Culbreath in den kommenden Spielen weitere Einsatzzeiten erhalten. Seine Einstellung spricht für weitere Erfolge: „Ich bin noch jung, ich habe nicht so viel zu verlieren. Ich bin mutig – und dann wird das schon.“
Nach 77 Minuten wurde der Teenager ausgewechselt und erhielt von den Fans den lautesten Applaus des Nachmittags – eine würdige Anerkennung für eine Leistung, die die Bundesliga aufhorchen ließ.



