TSV 1860 München reitet Erfolgswelle: Dritter Sieg in Serie dank Glück und Schiri-Entscheidungen
1860 München: Dritter Sieg in Serie mit Glück und Schiri-Hilfe

Der Fußballgott zeigt sich endlich wieder in Blau-Weiß

Was für eine Wende: Nach Wochen voller Ärger über nicht gegebene Elfmeter und ausgebliebene Platzverweise scheint sich das Blatt für den TSV 1860 München endlich gewendet zu haben. Beim 2:1-Auswärtssieg bei der Zweitvertretung der TSG 1899 Hoffenheim II feierten die Löwen bereits ihren dritten Dreier in Serie – und diesmal passte sogar das Matchglück.

Schiri-Entscheidung ebnet den Weg zum Sieg

Der spielentscheidende Moment ereignete sich, als Hoffenheims Verteidiger Erlein nach einem Zweikampf mit Löwen-Spieler Philipp Maier die Rote Karte von Schiedsrichter Jonah Besong sah. Eine harte, aber für 1860 günstige Entscheidung, die den Weg zum Sieg ebnete. Nur zwei Wochen zuvor hatte bereits ein fragwürdiger Handelfmeter zum 1:0-Heimsieg gegen Hansa Rostock beigetragen. Plötzlich scheint der Fußballgott wieder ein Blauer zu sein.

Kauczinski: "Wir hatten auch das Quäntchen Glück"

Cheftrainer Markus Kauczinski gab nach dem Spiel im Kraichgau unumwunden zu: "Das Spiel steht natürlich unter dem Stern der Roten Karte." Der 56-Jährige betonte jedoch auch, dass seine Mannschaft "schon alles gegeben und gekämpft" habe und dabei "auch das Quäntchen Glück" benötigte. Für den erfahrenen Trainer ist dies die berühmte Mischung, die zum Erfolg führt: Das Glück muss man sich erarbeiten.

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Kauczinski analysierte den Spielverlauf genau: "Wir haben einen Blitzstart hingelegt mit dem ersten oder zweiten Angriff." David Philipp erzielte bereits in der zweiten Minute das 1:0 nach starker Kombination. Doch danach verfiel die Mannschaft in einen passiven Modus: "Wir haben Hoffenheim viel zu viel spielen lassen, viel zu viel Platz gelassen."

Die richtige Kombination für den Aufstiegskampf

Verglichen mit den geschlossenen Mannschaftsleistungen gegen Havelse (5:0) oder Rostock (1:0) war das Spiel in Hoffenheim weniger überzeugend. Doch Kauczinski sieht gerade darin einen wichtigen Schritt: "Es ist eine gute Mischung, vorher die guten Spiele zu gewinnen und wenn du nicht so performst, auch zu gewinnen."

Die entscheidende Szene kam in der zweiten Halbzeit: Ein genialer Pass von Kevin Volland und der unnachahmliche Abschluss von Sigurd Haugen bescherten den Löwen das 2:1. Eine Jubel-Explosion folgte, doch die Mannschaft bleibt realistisch.

Volland warnt vor zu viel Euphorie

Kevin Volland, doppelter Vorbereiter beim Siegtreffer, mahnte zur Besonnenheit: "Man weiß ja, wie die Stimmung immer ist nach Siegen." Der erfahrene Spieler betonte: "1860 darf nicht zu euphorisch werden oder von Sachen träumen, die zu weit weg sind." Besser sei es, einfach weiter diese Erfolgswelle zu reiten, solange der Fußballgott gefühlt ein Blauer ist.

Mit nun drei Siegen in Serie hat sich 1860 eine bessere Ausgangsposition verschafft – der Rückstand auf Rang eins beträgt nur noch sieben Punkte. Doch Kauczinski bleibt pragmatisch: "Wir machen einfach weiter. Wir brauchen nicht groß rumzulabern – wir haben Dinge anders zu machen, aber haben am Dienstag direkt das nächste Spiel vor der Brust."

Am Dienstag empfängt 1860 im Grünwalder Stadion das formschwache Erzgebirge Aue, das in der Rückrunde bisher nur zwei Punkte holte. Die Voraussetzungen ähneln denen vor dem Duell im Kraichgau – eine Chance, die Erfolgsserie fortzusetzen, solange die Mischung aus Arbeit, Glück und etwas Schiri-Gunst stimmt.

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