1860 München trotz Ausfällen: Trainer Kauczinski setzt auf Reservisten gegen Aue
Der TSV 1860 München befindet sich aktuell in einer ausgezeichneten Formphase und will diese in der 3. Liga weiter ausbauen. Im Heimspiel am Dienstagabend gegen Erzgebirge Aue (19.00 Uhr, MagentaSport) fehlen den "Löwen" jedoch erneut mehrere Stammspieler. Neben fünf längerfristig verletzten Fußballern müssen auch die gelbgesperrten Philipp Maier und David Philipp passieren.
Trainer zeigt Gelassenheit und sieht Chancen
Trainer Markus Kauczinski reagierte mit charakteristischem Humor auf die Personalsorgen: "Je weniger Spieler verfügbar sind, umso weniger Entscheidungen muss ich treffen", scherzte der Coach. Gleichzeitig betonte er die positiven Aspekte der Situation. Ausfälle aufgrund gelber Karten gehörten zum Fußballgeschäft, und solche Momente böten anderen Spielern die Möglichkeit, sich zu beweisen. "Jetzt können andere zeigen, was sie draufhaben", unterstrich Kauczinski entschlossen.
Der Trainer hatte ohnehin geplant, in der sogenannten Englischen Woche mit mehreren Spielen in kurzer Folge Rotation ins Team zu bringen. Diese Notwendigkeit wird durch die aktuellen Ausfälle noch verstärkt, bietet aber gleichzeitig die Chance, die Tiefe des Kaders unter Beweis zu stellen.
Gefährlicher Gegner trotz schlechter Form
Die Münchner gehen mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Sie haben die letzten drei Ligaspiele allesamt gewonnen und sich mit dem 2:1-Erfolg am Freitagabend bei der Reserve der TSG Hoffenheim auf dem achten Tabellenplatz festgesetzt. Noch wichtiger: Der Rückstand auf den begehrten Aufstiegs-Relegationsplatz schrumpfte auf nur noch fünf Punkte.
Dennoch warnt Kauczinski vor einer leichten Beute. Der Gegner aus Sachsen steckt zwar in einer sportlichen Krise – Erzgebirge Aue wartet seit sieben Spielen auf einen Sieg und belegt aktuell den viertletzten Tabellenplatz – doch genau das mache die Mannschaft gefährlich. "Gerade eine Mannschaft, die unten drinsteht und um jeden Zentimeter, jeden Punkt kämpft, wird uns voll fordern", analysierte der Trainer die Lage vor dem Match im traditionsreichen Grünwalder Stadion.
Chance auf Anschluss an die Spitzengruppe
Für die Sechziger bietet das Spiel gegen Aue die Möglichkeit, den Anschluss an die Spitzengruppe der 3. Liga weiter zu festigen. Mit einem weiteren Sieg könnte der Druck auf die direkten Konkurrenten um die Aufstiegsplätze spürbar erhöht werden. Die jüngste Siegesserie hat gezeigt, dass die Mannschaft trotz personeller Engpässe über die nötige Mentalität und Spielqualität verfügt.
Die Reservisten, die aufgrund der Ausfälle in die Startformation rücken dürften, erhalten nun die Chance, ihren Teil zum weiteren Erfolgskurs beizutragen. Kauczinski hat ihnen das Vertrauen ausgesprochen – nun liegt es an den Spielern, dieses auf dem Platz einzulösen und die positive Dynamik der letzten Wochen fortzusetzen.



