Münchner Löwen mit drittem Sieg in Serie - Volland warnt vor Euphorie
Der TSV 1860 München hat mit einem 2:1-Auswärtssieg bei der Reserve der TSG 1899 Hoffenheim den dritten Dreier in Folge eingefahren. Trotz dieser beeindruckenden Serie mahnt Routinier Kevin Volland zur Besonnenheit. "Zu euphorisch dürfen wir einfach nicht werden", betonte der erfahrene Offensivspieler im Anschluss an das wichtige Auswärtsspiel.
Kauczinski bleibt trotz Aufstiegshoffnungen realistisch
Trainer Markus Kauczinski weigert sich beharrlich, über konkrete Aufstiegsambitionen zu sprechen. "Wir rennen immer noch der Zeit und den Punkten hinterher", erklärte der Löwen-Coach nach dem hart erkämpften Erfolg. Mit dem achten Tabellenplatz und einem Rückstand von sieben Punkten auf einen direkten Aufstiegsplatz bleibt die Situation zwölf Spieltage vor Saisonende angespannt.
Das Spiel entwickelte sich zunächst optimal für die Münchner: David Philipp brachte die Gäste bereits in der zweiten Minute in Führung. Doch danach zogen sich die Löwen zu weit zurück und überließen den Kraichgauern die Spielkontrolle. Florian Micheler nutzte diese Phase zum verdienten Ausgleich in der 25. Minute.
Rote Karte als Wendepunkt des Spiels
Nach der Pause entwickelte sich die Partie turbulent weiter. Luca Erlein von Hoffenheim sah in der 50. Minute wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte - was sich als Schlüsselszene des Spiels erweisen sollte. Die Münchner nutzten ihre zahlenmäßige Überlegenheit geschickt aus: Sigurd Haugen erzielte in der 63. Minute den Siegtreffer, den Kevin Volland vorbereitet hatte.
Doch selbst in Überzahl zeigte sich das Team nicht selbstbewusst genug, wie Kauczinski kritisch anmerkte: "Wir haben ein bisschen gewackelt, haben Schiss gekriegt, anstatt das Spiel durchzuziehen und souveräner zu sein." Dennoch konnte der Trainer den dritten Sieg in Folge als wichtigen Schritt werten.
Volland betont Teamzusammenhalt als Schlüssel
Der erfahrene Kevin Volland unterstrich die Bedeutung von Kontinuität und Einheit innerhalb des Teams. "Man muss bei sich bleiben und eine Einheit sein - und konstant weiter Leistung bringen", forderte der Routinier. Nur so könne man in der schönen Verfolgerrolle bleiben und den Druck der Erwartungen aushalten, die traditionell rund um den Kultclub schnell entstehen.
Trotz aller Kritikpunkte zeigte sich Kauczinski mit dem Gesamtergebnis zufrieden: "Leistungsmäßig findet man bestimmt ein paar Haare in der Suppe, aber wir haben gezeigt, dass man auch so ein Spiel gewinnen kann." Für die Münchner Löwen geht die Klettertour in der Tabelle damit weiter - stets begleitet von der Mahnung zur Besonnenheit ihres erfahrenen Spielers Volland.



