TSV 1860 München: Trainer Kauczinski über den Umgang mit der starken Bank
1860-Trainer Kauczinski: Umgang mit starker Bank gefordert

TSV 1860 München: Trainer Kauczinski steht vor Luxusproblem mit starker Bank

Das Löwen-Lazarett lichtet sich allmählich, doch für Trainer Markus Kauczinski entsteht dadurch eine neue Herausforderung. Beim Heimspiel gegen Hansa Rostock saßen mit Jesper Verlaat (29), Patrick Hobsch (31), Florian Niederlechner (35) und Morris Schröter (30) gleich mehrere gestandene Routiniers auf der Auswechselbank. Diese Spieler, alle im Vollbesitz ihrer Kräfte, könnten bei längerer Bankrolle nervös oder angefressen reagieren.

Kauczinski betont Transparenz und klare Ansprüche

Die AZ fragte beim TSV-Cheftrainer nach, wie er dieses heikle Thema moderiert. "Ich glaube, jeder hat Startelfansprüche bei uns – und wer die nicht hat, sollte nach Hause gehen", stellte Kauczinski unmissverständlich klar. Er betonte, dass dieser Anspruch nicht nur bei älteren Spielern vorhanden sei, sondern bei allen Profis untermauert werden müsse.

Besonders bei Verlaat, Niederlechner und Schröter sei Geduld gefragt, da alle drei längere Verletzungspausen hinter sich haben. Für den niederländischen Spielführer Verlaat und Offensivmann Schröter war die Nominierung gegen Rostock die erste nach monatelanger Rehabilitation.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Taktische Veränderungen und individuelle Chancen

Kauczinski erklärte zudem taktische Anpassungen: "Wir haben die taktische Ausrichtung verändert: David Philipp hat davor ein gutes Spiel gemacht und hatte den Moment auf seiner Seite – den hat er genutzt." Der Trainer ist bekannt dafür, Spielern im Rahmen der taktischen Vorgaben individuelle Chancen zu eröffnen, sich durch Leistung zu empfehlen.

Prominentes Beispiel ist Abwehrchef Max Reinthaler, der den Ausfall von Verlaat mehr als ordentlich kompensieren konnte. "Ich bin eher froh, dass wir nachlegen können, dass wir auf verschiedene Momente reagieren können", so Kauczinski über die verbesserte Personalsituation.

Gleiche Regeln für alle Spieler

Bei etwaigen Enttäuschungen gilt für den 56-Jährigen eine klare Linie: "Die Jungs müssen das akzeptieren. Fußball ist Teamsport, ich kann nur elf aufstellen." Wenn er sich für einen Spieler entscheide, entscheide er sich automatisch gegen einen anderen.

Diese Entscheidungen teilt Kauczinski "immer offen und immer transparent" mit – unabhängig vom Alter der Spieler: "Egal, ob der Junge 17 ist oder 35. Das sage ich auch einem Loris Husic, da sind alle gleich."

Bereitschaft als Schlüssel zum Erfolg

Abschließend hatte der Trainer eine ermutigende Botschaft für alle Bankdrücker: "Oft können sich die Dinge mit einem Fingerschnipsen verändern. Die Jungs auf dem Platz müssen liefern, die Jungs auf der Bank müssen bereit sein."

Die Rückkehr erfahrener Spieler stellt Kauczinski vor die Aufgabe, eine ausgewogene Balance zwischen Stammspielern und talentierten Reservisten zu finden, während der TSV 1860 München weiter auf Kurs bleibt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration