36 Tage entscheiden über Leverkusens Saison: Elf Spiele in fünf Wochen
Der Gedanke an die kommenden Wochen lässt Kasper Hjulmands Augen leuchten. „Elf Spiele in fünf Wochen – ich liebe es!“, erklärt der 53-jährige Trainer von Bayer Leverkusen mit unverhohlener Vorfreude. Mit dem Bundesliga-Spiel am Samstag gegen den FC St. Pauli beginnt für die Werkself die intensivste und entscheidendste Phase der gesamten Saison 2025/26.
Die Mammut-Agenda: Sieben Liga- und vier Champions-League-Spiele
Bis zur Länderspielpause ab dem 22. März stehen Leverkusen insgesamt elf Pflichtspiele bevor – vorausgesetzt, das Team erreicht das Achtelfinale der Champions League. In diesen 36 Tagen wird sich zeigen, ob Leverkusen die holprige Phase zu Jahresbeginn hinter sich lassen kann. Nach neun Pflichtspielen im Jahr 2026 mit vier Niederlagen, vier Siegen und einem Unentschieden sowie deutlichen Leistungsschwankungen geht es nun darum, im Rennen um die begehrten Champions-League-Plätze wieder Anschluss zu finden.
Nach der Weihnachtspause war Bayer von Platz drei auf Rang sechs abgerutscht. Die Agenda ist vollgepackt: Sieben Bundesliga-Spiele gegen Mannschaften wie Union Berlin, Mainz 05, Hamburger SV, SC Freiburg, FC Bayern München und schließlich 1. FC Heidenheim stehen an. Parallel dazu warten in der Champions League die Play-offs gegen Olympiakos Piräus und bei Erfolg das Achtelfinale im März.
Hjulmands Strategie: Kampf statt Champagner-Fußball
„Alle Mannschaften in Europa durchleben solche Phasen in einer Saison“, analysiert Hjulmand nüchtern. Man könne nicht permanent nur eleganten „Champagner-Fußball“ praktizieren. Jetzt gehe es um Kampf, Einfachheit und Geradlinigkeit, besonders gegen defensiv ausgerichtete Gegner wie St. Pauli, die ihre Chancen vor allem im Konter suchen werden. Trotzdem bleibt der Druck hoch: Leverkusen muss gewinnen, um in der Spitzengruppe der Bundesliga mithalten zu können.
Nach dem Top-Spiel gegen Bayern München am 14. März wird sich voraussichtlich zeigen, was in dieser Saison noch möglich ist. Hjulmand bereitet seine Mannschaft in dieser Woche intensiv auf das Hammer-Programm vor – sowohl spielerisch als auch mental.
Mega-Rotation angekündigt: „Wir brauchen alle Spieler“
Der dänische Trainer hat intern bereits klargestellt, dass es in den kommenden Wochen große Rotationen im Kader geben wird. „Wir haben die Spieler darauf vorbereitet, dass wir in dieser Phase jeden Einzelnen benötigen“, betont Hjulmand. „Wer zum Einsatz kommt, muss Vollgas geben und alles geben. Es kann durchaus vorkommen, dass wir von einem zum nächsten Spiel die halbe Mannschaft wechseln. So gehen wir von Spiel zu Spiel.“
Mit Nachdruck versichert der Coach: „Die Spieler sind bereit für diese Herausforderung. Wir verfügen über eine Super-Mannschaft.“ Die kommenden 36 Tage werden zeigen, ob diese Zuversicht berechtigt ist und Leverkusen die Saison noch in eine erfolgreiche Richtung lenken kann.



