Argentinien nach 3:2-Comeback gegen Ägypten im WM-Viertelfinale
Argentinien nach 3:2-Comeback gegen Ägypten im Viertelfinale

Die argentinische Fußballnationalmannschaft hat sich mit einem dramatischen 3:2-Sieg gegen Ägypten ins Viertelfinale der Weltmeisterschaft 2026 gekämpft. In Atlanta lagen die Titelverteidiger um Superstar Lionel Messi bis zur 79. Minute mit 0:2 zurück, ehe sie ein spektakuläres Comeback starteten.

Spielverlauf: Ägypten dominiert früh

Ägypten erwischte einen Traumstart und ging bereits in der 15. Minute durch einen Treffer von Mohamed Salah in Führung. Der ägyptische Kapitän nutzte eine Unachtsamkeit in der argentinischen Abwehr und schloss aus halblinker Position eiskalt ab. In der 38. Minute erhöhte Mahmoud Trezeguet per Kopf nach einer Ecke auf 2:0. Argentinien wirkte bis zur Pause ideenlos und fand kaum Mittel gegen die kompakte ägyptische Defensive.

Die Wende in der zweiten Halbzeit

In der zweiten Halbzeit steigerte sich Argentinien zusehends. Trainer Lionel Scaloni brachte mit Ángel Di María und Lautaro Martínez frische Offensivkräfte. Der Druck auf das ägyptische Tor wuchs, doch zunächst scheiterte Messi mehrfach am glänzend haltenden Torhüter Mohamed El Shenawy. In der 79. Minute war es dann Julián Álvarez, der nach einer Kombination über Di María den Anschlusstreffer erzielte. Nur fünf Minuten später glich Messi selbst mit einem platzierten Schuss aus 16 Metern zum 2:2 aus.

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Entscheidung in der Nachspielzeit

Als alles auf eine Verlängerung zusteuerte, erzielte Lautaro Martínez in der 92. Minute den Siegtreffer. Nach einer Flanke von Di María setzte er sich im Luftduell gegen zwei ägyptische Verteidiger durch und köpfte den Ball unhaltbar ins Netz. Der ägyptische Trainer Hossam Hassan zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht und kritisierte die Schiedsrichterleistung: „Wir haben ein großartiges Spiel gezeigt, aber die Entscheidungen des Schiedsrichters waren entscheidend. Das Foul vor dem ersten Tor war keines, und beim dritten Tor stand Martínez im Abseits.“ Die Schiedsrichterentscheidung sorgte für Diskussionen, doch der Treffer zählte.

Auswirkungen und Ausblick

Argentinien steht nun im Viertelfinale und trifft dort auf den Sieger der Partie zwischen Spanien und Mexiko. Die Mannschaft von Lionel Scaloni zeigte Moral und Comeback-Qualitäten, offenbarte aber auch Schwächen in der Defensive, die in der K.o.-Phase bestraft werden könnten. Ägypten hingegen verpasst den erstmaligen Einzug ins Viertelfinale seit 1990. Trotz des Ausscheidens kann die Mannschaft auf ein starkes Turnier zurückblicken, in dem sie unter anderem Titelmitfavorit Frankreich besiegte.

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