Noel Aséko: Bayerns heißer Kandidat für die Goretzka-Nachfolge – warum seine Verpflichtung Ärger auslöste
Aséko: Bayerns heißer Kandidat für Goretzka-Nachfolge

Noel Aséko: Der heiße Anwärter auf die Goretzka-Nachfolge beim FC Bayern

Der aktuell an Hannover 96 ausgeliehene Noel Aséko hat sich als einer der heißesten Kandidaten für die Nachfolge von Leon Goretzka beim FC Bayern München etabliert. Eine Rückkehr des talentierten Sechsers an die Säbener Straße würde für den Rekordmeister absolut Sinn ergeben, auch wenn seine ursprüngliche Verpflichtung bereits für erheblichen Unmut gesorgt hatte.

Starke Leistungen in Hannover machen Aséko zum Top-Kandidaten

Nachdem Leon Goretzka offiziell bestätigt hat, den FC Bayern nach Ablauf seines Vertrags im Sommer zu verlassen, hat sich die Suche nach einem adäquaten Nachfolger intensiviert. Sportdirektor Christoph Freund betonte jüngst, dass man dabei vor allem auf junge, entwicklungsfähige Spieler setzen wolle – idealerweise sogar aus den eigenen Reihen. In diesem Kontext rückt Noel Aséko immer stärker in den Fokus.

Der 20-jährige deutsche U21-Nationalspieler absolviert derzeit eine äußerst erfolgreiche Leihe bei Hannover 96 in der 2. Bundesliga. Unter Trainer Christian Titz hat sich Aséko zum unverzichtbaren Stammspieler entwickelt und beeindruckt mit einer laufstarken, aggressiven Spielweise, die stark an den französischen Weltmeister N'Golo Kanté erinnert. In der laufenden Saison konnte der defensive Mittelfeldspieler bereits drei Tore und fünf Vorlagen in 22 Partien verbuchen – eine bemerkenswerte Bilanz für seine Position.

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Freund schwärmt von Asékos Qualitäten

Sportdirektor Christoph Freund äußerte sich jüngst begeistert über die Entwicklung des jungen Talents: „Noel macht es richtig gut. Er hat sich richtig gut in die Mannschaft reingespielt, steigert sich von Spiel zu Spiel und ist auch immer wieder an Toren beteiligt.“ Besonders hob Freund dabei Asékos Aggressivität und besondere Spielnote hervor, die für den FC Bayern äußerst interessant seien. Der Österreicher bestätigte, dass man den Spieler intensiv verfolge und in regelmäßigem Kontakt stehe.

Die kontroverse Verpflichtung: Ärger bei Hertha BSC

Asékos Wechsel vom FC Bayern Campus im Sommer 2022, nachdem er zuvor in der Jugend von Hertha BSC gespielt hatte, sorgte in Berlin für erheblichen Unmut. Sein damaliger Teamkollege Lukas Michelbrink (mittlerweile bei Energie Cottbus) machte auf der Plattform X seinem Ärger über das Vorgehen der Bayern Luft und kritisierte deren Abwerbepraktiken scharf.

Michelbrink berichtete, dass der Rekordmeister zuvor bereits versucht habe, ihn und mehrere andere Jugendspieler von Hertha abzuwerben: „Haben alle zwei Wochen meine Mutter angerufen und gesagt, wir sollen uns das ‚Projekt‘ doch wenigstens mal anschauen.“ Der ehemalige Teamkollege warf den Bayern vor, junge Talente mit unrealistischen Versprechungen zu blenden und deren mangelnde Einschätzung der tatsächlichen Profichancen auszunutzen.

Finanzielle und sportliche Vorteile für Bayern

Aus finanzieller Perspektive würde eine Rückholaktion Asékos für den FC Bayern äußerst attraktiv ausfallen. Zwar verfügt Hannover 96 über eine Kaufoption in Höhe von einer Million Euro, die mit hoher Wahrscheinlichkeit gezogen werden wird. Allerdings haben sich die Münchner ein Rückkaufrecht für 2,4 Millionen Euro gesichert, was ein finanzielles Minus von lediglich 1,4 Millionen Euro bedeuten würde.

Zudem würde der U21-Nationalspieler nur einen Bruchteil des Gehalts von Leon Goretzka verdienen, der zu den Besserverdienern beim Rekordmeister zählt. Sportlich könnte Aséko zusammen mit Joshua Kimmich (31), Aleksandar Pavlovic (21) und Tom Bischof (20) das zentrale Mittelfeld bilden, wobei Konrad Laimer (28) fest für die Rechtsverteidigerposition eingeplant ist.

Offene Fragen zur Altersstruktur

Ein möglicher Wermutstropfen bei einer Aséko-Rückkehr bleibt die Altersstruktur im zentralen Mittelfeld. Mit Kimmich als erfahrenem Routinier und drei jungen Spielern (Pavlovic, Bischof und Aséko, alle Anfang 20) könnte die Erfahrungsbalance für die ambitionierten Ziele des Rekordmeisters möglicherweise zu unausgewogen sein. Die finale Kaderplanung wird laut Sportdirektor Freund jedoch erst im Mai und Juni stattfinden, sodass noch Zeit für weitere Überlegungen bleibt.

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Für Noel Aséko hat sich die Leihe nach Niedersachsen bislang jedenfalls voll ausgezahlt. Während sein ehemaliger Teamkollege Michelbrink kritisierte, dass die meisten Bayern-Jugendspieler später nur in der Regionalliga landen würden, hat es der 20-Jährige bereits in die 2. Bundesliga geschafft – und eine Zukunft bei den Bayern-Profis ist noch lange nicht vom Tisch.