Nach dem Eklat um die kurzfristige Aussetzung seiner Rot-Sperre hat sich US-Stürmer Folarin Balogun (25) erstmals öffentlich geäußert. Der Angreifer, der im WM-Achtelfinale gegen Belgien trotz eigentlich verhängter Sperre auflaufen durfte, zeigte sich dabei versöhnlich. Belgien gewann die Partie mit 4:1 und zog ins Viertelfinale ein, wo am Freitag Europameister Spanien wartet.
Balogun sucht das Gespräch mit Belgiens Trainer
Direkt nach dem Abpfiff suchte Balogun das Gespräch mit Belgiens Trainer Rudi Garcia (62). Die beiden umarmten sich, der Franzose tröstete den sichtlich enttäuschten US-Stürmer. Garcia erklärte später: „Er kam, um mit mir zu sprechen. Das hat mir wirklich gut gefallen. Es ist nicht seine Schuld. Ihn trifft keine Schuld – das habe ich ihm auch gesagt. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass er zu mir gekommen ist. Ich schätze diesen Spieler.“
Balogun: „Wir haben die Entscheidung akzeptiert“
Balogun selbst sagte zu dem Skandal: „Natürlich ist es kontrovers, wenn die Entscheidung geändert wird.“ Er fügte hinzu: „Wir haben die Entscheidung akzeptiert, als ich die Rote Karte gesehen habe, und wir haben die Entscheidung akzeptiert, als uns gesagt wurde, dass ich spielen kann.“ Zum Gespräch mit Garcia meinte er: „Ich wollte Belgien und Rudi Garcia gratulieren und ihnen viel Erfolg wünschen für den Rest des Turniers.“
Hintergrund: Fifa setzte Sperre nach Trump-Anruf aus
Balogun hatte im WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) die Rote Karte gesehen. Die Fifa setzte die Sperre jedoch kurzfristig zur Bewährung aus – nach einem Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump (80) und Fifa-Boss Gianni Infantino (56). Dies sorgte weltweit für Empörung. Im Achtelfinale stand Balogun in der Startformation, konnte die 1:4-Niederlage aber nicht verhindern.
Spielverlauf: Belgien dominiert
Charles De Ketelaere (9.) brachte Belgien früh in Führung. Malik Tillman (31.) glich per Freistoß aus, den Balogun herausgeholt hatte. Doch De Ketelaere (33.), Hans Vanaken (57.) und Romelu Lukaku (90.+3) sorgten für den verdienten Sieg der „Roten Teufel“. Belgien trifft nun im Viertelfinale am Freitag (21 Uhr) in Inglewood bei Los Angeles auf Spanien.



