VfL-Coach Bauer vor HSV-Duell: Sechs-Punkte-Spiel entscheidet über seine Zukunft
Wolfsburgs Trainer Daniel Bauer steht vor der wohl wichtigsten Partie seiner Amtszeit beim VfL. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) empfängt die abstiegsbedrohte Mannschaft den Hamburger SV in einem brisanten Bundesliga-Duell. Für Bauer geht es dabei nicht nur um Punkte, sondern möglicherweise um seinen Job als Cheftrainer.
Besondere Vorbereitung auf das entscheidende Spiel
Nach fünf Niederlagen in den vergangenen sechs Bundesligaspielen und dem Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz hat Bauer drastische Maßnahmen ergriffen. Die Mannschaft trainiert diese Woche konsequent um 15.30 Uhr – genau zur Anstoßzeit des HSV-Spiels. Zusätzlich bezog der VfL bereits heute das Teamhotel in Wolfsburg, um mehr gemeinsame Zeit zu verbringen.
„Wir sind brutal heiß auf dieses Spiel, und trotzdem dürfen wir nicht verkrampfen und müssen uns das Lachen bewahren“, erklärte der 43-jährige Trainer. Die Entscheidung, nicht auswärts zu trainieren, sei bewusst gefallen: „Wir wollen mehr Zeit miteinander verbringen. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, woanders hinzufahren.“
Nach Stuttgart-Pleite: Bauer doch noch im Amt
Nach dem desaströsen 0:4 in Stuttgart am vergangenen Sonntag rechneten viele Beobachter mit einer sofortigen Entlassung des Trainers. Doch die Vereinsführung hält vorerst an Bauer fest. Allerdings dürfte eine weitere Niederlage gegen den Aufsteiger HSV das Ende seiner Wolfsburger Ära bedeuten.
Bauer versucht, den enormen Druck von sich zu nehmen: „Es ist kein Endspiel für Daniel Bauer, sondern ein extrem wichtiges Sechs-Punkte-Spiel für den Club“, betonte der Trainer. „Es ist brutal wichtig, diese Nebengeräusche auszublenden. Das frisst nur Energie.“
Kampfansage statt „Champagner-Fußball“
Sportlich geht es um alles: Mit einem Sieg könnten die Wolfsburger den Abstand zum HSV auf drei Punkte verkürzen und Anschluss im Abstiegskampf halten. Eine Niederlage würde die Hamburger dagegen wohl schon uneinholbar davonziehen lassen.
Bauer erwartet entsprechend kein Fußballspektakel: „Es wird kein Champagner-Fußball zu sehen sein. Es geht um Laufen, Kratzen, Beißen. Es geht um die Grundtugenden des Fußballs“, machte der Coach deutlich. „In jedem Zweikampf muss man sehen, dass wir es etwas mehr wollen.“
Appell an die Wolfsburger Fans
Vor dem entscheidenden Spiel richtete Bauer auch einen dringenden Appell an die heimischen Anhänger. In der Volkswagen Arena werden zahlreiche HSV-Fans erwartet, was die Atmosphäre zusätzlich anheizen dürfte.
„Wir brauchen jeden Fan am Samstag im Stadion. Lasst bitte nicht zu, dass wir ein Auswärtsspiel haben“, bat der Trainer um Unterstützung. Die Wolfsburger müssen am Samstag nicht nur gegen den HSV, sondern auch gegen den drohenden Abstieg kämpfen – und möglicherweise für den Erhalt ihres Trainers.



