VfL-Coach Daniel Bauer vor HSV-Spiel: 'Kein Endspiel für mich, sondern für den Klub'
Bauer vor HSV-Spiel: 'Kein Endspiel für mich, sondern für den Klub'

VfL-Coach Daniel Bauer vor HSV-Spiel: 'Kein Endspiel für mich, sondern für den Klub'

Der angezählte Trainer des abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg, Daniel Bauer, blendet sein persönliches Schicksal vor dem entscheidenden Heimspiel gegen den Hamburger SV bewusst aus. In einer emotionalen Pressekonferenz betonte der Coach, dass es am Samstag nicht um seine Zukunft gehe, sondern ausschließlich um die Rettung des Vereins.

Wolfsburg in der Abstiegszone

Die Situation für den VfL Wolfsburg ist mehr als prekär. Nach nur einem Sieg aus den letzten zehn Ligaspielen ist der Verein auf den gefährlichen 17. Tabellenplatz abgerutscht und befindet sich damit direkt in der Abstiegszone. Die sportliche Talfahrt hat den Druck auf Trainer Daniel Bauer massiv erhöht.

Medienberichten zufolge droht Bauer bei einer weiteren Niederlage gegen den Hamburger SV die sofortige Entlassung. Verschiedene Quellen, darunter die Wolfsburger Allgemeine Zeitung, nennen bereits mögliche Nachfolger. Die Namen Dieter Hecking und Friedhelm Funkel kursieren in der Fachwelt als potenzielle Retter in der Not.

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Bauer lenkt Fokus auf das Wesentliche

'Das ist kein Endspiel für Daniel Bauer am Samstag, sondern ein unfassbar wichtiges Sechspunktespiel für unseren Klub. Punkt', erklärte der Trainer mit Nachdruck. Bauer versucht bewusst, die Aufmerksamkeit von seiner Person weg und auf die Mannschaft zu lenken.

'Es ist brutal wichtig, zu versuchen, die ganzen Nebengeräusche auszublenden. Am Ende des Tages frisst das nur Energie', so der Coach weiter. Bereits nach der 0:4-Niederlage beim VfB Stuttgart am vergangenen Sonntag war über eine mögliche Trennung spekuliert worden.

Konstruktive Gespräche mit der Vereinsführung

Trotz der angespannten Lage betonte Bauer den guten Austausch mit der Vereinsführung. 'Intern hatten wir sehr gute, konstruktive und kritische Gespräche', erklärte der Trainer. Diese seien gepaart gewesen 'mit Respekt und viel Vertrauen'.

Bauer lobte insbesondere die Zusammenarbeit mit Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen und Sportdirektor Pirmin Schwegler. Der vorige U19-Coach, der erst im November Paul Simonis beerbt hatte, scheint trotz der schwierigen Situation noch über Rückhalt in der Führungsetage zu verfügen.

Appell an die Mannschaft und die Fans

Gleichzeitig schwor Bauer seine Mannschaft auf das kommende Duell mit dem HSV ein. 'Es wird kein Champagnerfußball zu sehen sein', prophezeite er nüchtern. Stattdessen gehe es um 'die Grundtugenden des Fußballs' und konkret um 'Laufen, Kratzen, Beißen'.

Besonders emotional war der Appell des Trainers an die Wolfsburger Fans. 'Lasst bitte nicht zu, dass wir am Samstag hier zu Hause ein Auswärtsspiel haben', bat Bauer. Hintergrund ist die erwartete starke Beteiligung der HSV-Anhänger, von denen laut Bild-Zeitung bis zu 10.000 nach Wolfsburg reisen könnten.

Das Spiel am Samstag um 15:30 Uhr, das live bei Sky übertragen wird, könnte somit nicht nur über die weitere Zukunft von Daniel Bauer entscheiden, sondern auch über den Verbleib des VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga.

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