Bayer Leverkusen hofft auf Arsenal-Duell: Rolfes will Havertz im Stadion verabschieden
Nach dem faden 0:0 im Play-off-Rückspiel der Champions League gegen Olympiakos Piräus gibt es bei Bayer Leverkusen nur ein Thema: Welchen Top-Gegner erwischt die Werkself bei der Auslosung am Freitag für das Achtelfinale? Zur Wahl stehen der deutsche Rekordmeister Bayern München oder der englische Spitzenklub FC Arsenal.
Rolfes hofft auf emotionale Rückkehr von Havertz
Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes (44) äußerte gegenüber BILD einen klaren Wunsch: „Es wäre schön, wenn wir Arsenal zugelost bekämen. Dann könnten wir Kai Havertz endlich bei uns im Stadion verabschieden – fast sechs Jahre nach seinem Abschied.“ Der Nationalspieler verließ Leverkusen 2020 für rund 100 Millionen Euro Ablöse zum FC Chelsea, konnte damals jedoch aufgrund der Corona-Pandemie nicht angemessen verabschiedet werden.
Rolfes betonte den persönlichen Kontakt zu Havertz: „Ich hatte zuletzt Kontakt mit Kai. Auch er würde sich über ein Wiedersehen freuen. Er hatte uns die Daumen fürs Weiterkommen gedrückt.“ Havertz wechselte 2023 für 55 Millionen Euro von Chelsea zu Arsenal, fehlt dem Tabellenführer der Premier League derzeit jedoch wegen einer Muskelverletzung.
Vier-Spiele-Pack gegen Bayern oder London-Flair?
Sollte es – wie im Achtelfinale 2025 – erneut zu einem Duell mit Bayern München kommen, würde sich ein intensiver Vier-Spiele-Pack im Frühjahr ergeben: Neben den beiden Champions-League-Partien stünden auch Bundesliga- und Pokal-Halbfinale auf dem Programm.
Bayer-Trainer Kasper Hjulmand (53) zeigte sich zwar offen für beide Gegner, deutete jedoch eine leichte Präferenz an: „Es sind zwei der besten Mannschaften in Europa, sie spielen auf einem Level. Das ist super. Wir wünschen uns, gegen die Besten zu spielen. Mit Arsenal gäbe es vielleicht ein bisschen Abwechslung.“
Mittelfeldspieler Jonas Hofmann (33) äußerte sich noch deutlicher: „Wenn ich es mir wünschen könnte, dann Arsenal. Wir würden nach London fliegen, sie kämen zu uns. Das hätte mehr Flair.“ Hofmann kritisierte zudem das neue Champions-League-Format: „Im alten Format war es erst ab dem Viertelfinale möglich, gegen eine Mannschaft aus dem eigenen Land zu spielen. Das sollte man noch in die neue Form einbringen. Wieder so früh gegen eine deutsche Mannschaft zu spielen, hätte nicht diesen Champions-League-Charakter.“
Emotionale und sportliche Herausforderung
Für Bayer Leverkusen stellt die Auslosung am Freitag somit eine doppelte Herausforderung dar:
- Sportlich geht es um den Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse
- Emotional könnte es um die lang ersehnte Verabschiedung eines Vereinsidols gehen
- Taktisch stehen zwei komplett unterschiedliche Gegner zur Auswahl
- Logistisch bedeuten die Spiele gegen Arsenal zusätzliche Reisen nach London
Die Leverkusener zeigen sich zuversichtlich, unabhängig vom Gegner eine gute Rolle zu spielen. Nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Olympiakos Piräus will das Team von Trainer Hjulmand nun in der Königsklasse wieder überzeugen und den Traum vom internationalen Titel weiter träumen.



