Bayer Leverkusen lässt Sieg in Freiburg liegen
Der Vizemeister Bayer Leverkusen hat vor den anstehenden Spitzenspielen eine enttäuschende Punkteteilung hinnehmen müssen. In einem wilden und torreichen Duell beim SC Freiburg reichte es für die Werkself nur zu einem 3:3 (2:2) am 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga. Dieses Ergebnis bedeutet einen spürbaren Rückschlag im Rennen um die begehrten Plätze für die Champions League.
Wilde Partie mit sechs Treffern
Die Leverkusener begannen die Begegnung vor 34.100 Zuschauern in der Schwarzwald-Stadt deutlich dominant. Martin Terrier sorgte bereits in der fünften Minute für die erste Gefahr. Doch die Freiburger, die auf mehrere Stammspieler verzichten mussten, befreiten sich nach einer Viertelstunde vom anfänglichen Druck und wurden gefährlicher.
Vincenzo Grifo brachte den SC in der 34. Minute in Führung. Mit diesem Treffer erzielte der Deutsch-Italiener sein 105. Pflichtspieltor für den Verein und egalisierte damit den Rekord von Nils Petersen. Die anschließende Phase entwickelte sich zu einem wahren Torfestival: Innerhalb von nur vierzehn Minuten fielen vier weitere Treffer.
Christian Kofane (37.) glich zunächst für Bayer aus, doch Yuito Suzuki (43.) stellte die Führung für Freiburg wieder her. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf dann Alejandro Grimaldo mit einem präzisen Freistoß aus etwa achtzehn Metern zum erneuten Ausgleich.
Terrier trifft, Ginter rettet Punkt
Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte Martin Terrier einen gekonnten Konter in der 52. Minute zum zwischenzeitlichen 3:2 für Leverkusen um. Die Werkself hatte danach sogar die Chance auf die Vorentscheidung, doch Kofane vergab in der 54. Minute eine klare Möglichkeit.
Die Freiburger drängten in der Schlussphase auf den Ausgleich und wurden in der 86. Minute belohnt: Matthias Ginter köpfte nach einer Ecke zum endgültigen 3:3. Damit blieb der SC Freiburg in seiner heimischen Europa-Park-Stadion nun bereits sechzehn Pflichtspiele in Folge ungeschlagen.
Herausfordernde Tage für Leverkusen
Für Bayer Leverkusen folgen nun äußerst anspruchsvolle Aufgaben. Am Mittwoch empfängt die Mannschaft im Achtelfinale der Champions League den englischen Spitzenreiter FC Arsenal. Dazwischen steht am Wochenende das Bundesliga-Topspiel gegen den Rekordmeister Bayern München auf dem Programm.
Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes äußerte sich vor dem Spiel bei Sky besorgt über die mangelnde Konstanz seiner Mannschaft: „Die Champions League - das wird eine Reise bis zum Saisonende, um da reinzukommen. Es ist klar, dass wir darum kämpfen müssen. An der Konstanz müssen wir arbeiten. Das hat in den letzten Wochen nicht so gut funktioniert. Da müssen wir pushen.“
Die Leverkusener mussten in Freiburg auf mehrere verletzte Spieler verzichten, darunter Torjäger Patrik Schick, Stammtorhüter Mark Flekken sowie Nathan Tella und Lucas Vazquez. Auch bei den Freiburgern fehlten mit Lukas Kübler, Philipp Lienhart und Max Rosenfelder wichtige Akteure.
Während sich Bayer Leverkusen auf die europäischen und nationalen Kracher vorbereitet, reist der SC Freiburg bereits am Donnerstag nach Belgien, wo in der Europa League der KRC Genk wartet. Für beide Teams bleibt die Saison damit äußerst anspruchsvoll und spannend.



