Champions League: Bayer Leverkusen sucht Revanche im Hexenkessel von Piräus
Bayer Leverkusen: Revanche in Piräus für Achtelfinale

Champions League: Bayer Leverkusen sucht Revanche im Hexenkessel von Piräus

Schmerzhafte Erinnerungen und neue Zuversicht prägen die Stimmung bei Bayer Leverkusen vor dem entscheidenden Champions-League-Duell. Im brodelnden Karaiskakis-Stadion von Piräus will die Werkself die bittere Pleite aus der Ligaphase vergessen machen und den direkten Einzug ins Achtelfinale nachholen.

Warnschuss als Motivation für die Revanche

Sportchef Simon Rolfes betonte vor dem Hinspiel am Mittwochabend die besondere Bedeutung dieser Partie. „Dieser Warnschuss wird uns mit Sicherheit helfen, um hellwach zu sein. Uns erwartet wieder die gleiche Atmosphäre und die gleiche Art von Fußball. Für Piräus ist es das Spiel des Jahres“, erklärte Rolfes. Für die Revanche im wärmeren Südeuropa hat er einen klaren Plan: „Wir müssen das Mindset haben, als Erstes die Lösung nach vorne zu suchen. Dann haben wir dort gute Möglichkeiten.“

Katastrophale Niederlage im Januar als Lehrstück

Die Erinnerungen an das Januar-Debakel sind noch frisch. Leverkusen geriet durch ein Blitz-Tor nach nur 92 Sekunden früh ins Hintertreffen und zeigte anschließend eine katastrophale Chancenverwertung. Ein starker Piräus-Keeper und ein eiskalter Konter kurz vor der Pause besiegelten die 0:2-Niederlage. Trotz dieser Pleite zog Bayer dank eines 3:0-Erfolgs gegen den FC Villarreal am letzten Spieltag immerhin noch in die K.o.-Runde ein.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Neuer Schwung nach überwundener Ergebniskrise

Die Vorzeichen vor der Rückkehr ans griechische Meer haben sich inzwischen deutlich verbessert. Nach dem schwächsten Jahresstart seit 2004 mit zwei Niederlagen in der Liga und dem Debakel in Piräus hat Leverkusen die Ergebniskrise überwunden. Die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand steht im Pokal-Halbfinale, ist in der Liga seit vier Spielen unbesiegt und damit wieder nah an den Champions-League-Plätzen.

Besonders der souveräne 4:0-Sieg am Samstag gegen den FC St. Pauli gab der Mannschaft neuen Schwung. „So eine Leistung haben wir gebraucht“, befand Hjulmand. „Wir hatten zuvor vier Siege und ein Unentschieden, aber nicht diese Leistung.“ Vor allem Effizienz und defensive Stabilität überzeugten den dänischen Trainer. „Diese Leistung war ein guter Push für die nächsten Spiele“, so Hjulmand.

Comeback von Routinier Jonas Hofmann

Noch größer als bei vielen anderen dürfte die Vorfreude bei Jonas Hofmann sein. Für den 33-jährigen ehemaligen Nationalspieler könnte die Reise nach Griechenland eine Premiere in dieser Saison bereithalten. Nachdem Hofmann zuletzt im Champions-League-Kader keine Rolle spielte und die Ligaphase verpasste, steht er nun – genau wie Martin Terrier und Tim Oermann – auf der Liste.

„Mein Ziel ist es, noch möglichst viele Champions-League-Spiele zu bestreiten. Ich freue mich darauf, wieder die Hymne zu hören. Ich bin heiß und freue mich darauf“, sagte Hofmann. Mindestens zwei Einsätze sind für den Routinier möglich, denn schon am kommenden Dienstag steht das Rückspiel vor heimischem Publikum an.

Mögliches Achtelfinale gegen deutsche Top-Klubs

Im Falle eines Weiterkommens ins Achtelfinale würde Bayer Leverkusen auf einen deutschen Top-Klub treffen. Entweder der FC Arsenal oder der FC Bayern München warten in der nächsten Runde auf die Werkself. Doch zunächst muss die Hürde Olympiakos Piräus überwunden werden – im Hexenkessel von Piräus, wo Leverkusen im Januar so bitter scheiterte.

Die Mannschaft zeigt sich zuversichtlich, aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben und mit neuer Stärke in die entscheidenden Playoff-Spiele zu gehen. Die Revanche in Piräus wäre nicht nur sportlich bedeutsam, sondern auch ein wichtiger psychologischer Erfolg für das gesamte Team.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration