Bayer Leverkusen feiert klaren Heimsieg gegen den FC St. Pauli
Nur elf Tage nach dem Pokal-Viertelfinalsieg hat Bayer Leverkusen auch das Bundesliga-Wiedersehen mit dem FC St. Pauli für sich entschieden. Am Samstag besiegte die Werkself die abstiegsbedrohten Hamburger mit einem deutlichen 4:0 (2:0) und übernahm zumindest vorübergehend den vierten Tabellenplatz, der zur Champions League berechtigt. RB Leipzig und der VfB Stuttgart haben allerdings noch Spiele nachzuholen und könnten die Position wieder verändern.
Frühe Tore ebnen den Weg zum souveränen Sieg
Bayer Leverkusen startete mit fünf Veränderungen in der Startelf, nachdem Trainer Kasper Hjulmand mit der Leistung beim 1:1 in Mönchengladbach unzufrieden war. Von "Champagnerfußball" sprach er vorab nicht, doch schon in der 13. Minute fiel das Führungstor: Jarell Quansah köpfte an die Latte, der Ball sprang vor die Linie und wurde vom Bein des St.-Pauli-Torhüters Nikola Vasilj ins eigene Tor befördert. Nur eine Minute später erhöhte Patrik Schick per Kopfball auf 2:0.
In der zweiten Halbzeit setzte Edmond Tapsoba nach einer Ecke mit einem kraftvollen Kopfball gegen zwei Gegenspieler zum 3:0 nach (52. Minute). Ernest Poku vollendete das Werk in der 78. Minute mit einem präzisen Linksschuss zum 4:0. Leverkusen kontrollierte das Spiel über weite Strecken seelenruhig und schob den Ball sicher hin und her, während St. Pauli kaum gefährlich wurde.
St. Pauli zeigt sich hilflos und bleibt in Abstiegsgefahr
Der FC St. Pauli, der zuvor mit einem 2:1 gegen den VfB Stuttgart Hoffnung geschöpft hatte, wirkte in Leverkusen phasenweise komplett überfordert. Mehr als ein geblockter Schuss von Danel Sinani in der 28. Minute gelang den Hamburgern in der ersten Halbzeit nicht. Die gute Nachricht für St. Pauli: Es warten noch Heimspiele gegen Werder Bremen, Mainz 05 und Wolfsburg, alles direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. In der aktuellen Form dürfte es jedoch schwer werden, wichtige Punkte zu holen.
Bayer Leverkusen schonte unterdessen im letzten Drittel bewusst Kräfte für die anstehenden Champions-League-Playoffs gegen Olympiakos Piräus. Nach einer Stunde ging das Team nicht mehr mit letzter Konsequenz vor, Hjulmand wechselte unter anderem Schick aus. Ein Comeback von St. Pauli war ohnehin nicht mehr in Sicht. Die Werkself demonstrierte einmal mehr ihre Stärke und bleibt auf Kurs für internationale Spitzenplätze.



