Bayer Leverkusens Jungstar von Karnevalstradition überrascht
Ibrahim Maza (20) hat sich bei Bayer 04 Leverkusen endgültig als Schlüsselspieler etabliert. Der junge Offensivspieler führte die Werkself am Samstag mit herausragender Leistung zum überzeugenden 4:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli. Dieser Erfolg markiert das bisher beste Spiel Leverkusens im Jahr 2026 und unterstreicht Mazas wachsende Bedeutung für das Team.
Maza ersetzt Wirtz erfolgreich
Nachdem Florian Wirtz im Sommer 2025 für eine Rekordablöse von 140 Millionen Euro zu Liverpool gewechselt war, übernahm Maza die verantwortungsvolle Rolle im offensiven Mittelfeld. Der im vergangenen Sommer für zwölf Millionen Euro von Hertha BSC verpflichtete Spieler bringt mit seiner Dynamik, Explosivität und spielerischen Intelligenz neue Qualitäten in die Mannschaft. „Diese Leistung haben wir dringend gebraucht“, betonte Trainer Kasper Hjulmand (53) nach dem Spiel. „Wir hatten zuvor zwar vier Siege und ein Unentschieden, aber nicht diese überzeugende Gesamtleistung.“
Karnevalskostüme sorgen für Verwirrung
Während Maza auf dem Platz souverän agiert, zeigte sich der in Berlin aufgewachsene Fußballer vom rheinischen Karneval völlig überrascht. „Ich wusste wirklich nicht, was Karneval ist. In Berlin gab es das nicht in dieser Form“, gestand Maza nach dem Spiel. Die fünfte Jahreszeit erreichte gerade ihren Höhepunkt, mit kostümierten Menschen auf Straßen und in Stadien. „Ich habe in den letzten Tagen viele verkleidete Menschen gesehen. Dann habe ich in der Kabine nachgefragt und mir wurde erklärt, dass das Karneval ist“, so der algerische Nationalspieler weiter.
Strikte Anweisungen vom Trainer
Für Maza und seine Mannschaftskollegen bleibt jedoch keine Zeit, das karnevalistische Treiben zu erkunden. Trainer Hjulmand erteilte seinen Spielern ein striktes Party-Verbot. Auf die Frage, ob die Profis den rheinischen Karneval wenigstens in Maßen genießen dürften – schließlich finden in den Nachbarstädten Köln und Düsseldorf am Rosenmontag große Umzüge statt – antwortete der Däne deutlich: „Nein, nein, nein! Ruhe zu Hause, essen, schlafen.“
Champions League im Fokus
Der Grund für diese strenge Anweisung ist sportlich nachvollziehbar: Bayer Leverkusen reist bereits am Dienstag nach Griechenland, wo am Mittwoch das wichtige Play-off-Hinspiel in der Champions League gegen Olympiakos Piräus ansteht. Die Werkself will sich in der Königsklasse etablieren und benötigt dafür volle Konzentration aller Beteiligten.
Maza selbst zeigte sich unbeeindruckt von den Feier-Verboten und betonte seine Prioritäten: „Mein Fokus liegt vollständig auf dem Fußball. Die Karnevalsfeiern interessieren mich nicht, ich konzentriere mich auf die wichtigen Spiele vor uns.“ Mit dieser Einstellung und seinen herausragenden Leistungen entwickelt sich der 20-Jährige zunehmend zum Publikumsliebling in Leverkusen.



