Bundesliga-Gipfel: Bayern enteilt BVB nach 3:2 - Meisterschaft scheint entschieden
Bayern enteilt BVB im Gipfel - Meisterschaft entschieden?

Bundesliga-Gipfel: Bayern enteilt BVB nach 3:2 - Meisterschaft scheint entschieden

Der FC Bayern München hat im Bundesliga-Spitzenspiel bei Borussia Dortmund einen prestigeträchtigen 3:2 (0:1)-Sieg errungen und damit die Tabellenführung auf nunmehr elf Punkte Vorsprung ausgebaut. Die Münchner feierten ihren 35. Meistertitel bereits in den Gesängen der mitgereisten Fans, während der BVB nach der schmerzhaften Niederlage mit dem Ausfall von Kapitän Emre Can und einer tragischen Figur in Nico Schlotterbeck zu kämpfen hatte.

Kane mit Doppelpack entscheidet Prestigeduell

Der überragende Harry Kane wurde mit einem Doppelpack in der 54. und 70. Minute zur entscheidenden Figur des Abends. Der englische Torjäger erhöhte damit seine Saisonbilanz auf 30 Tore und demonstrierte einmal mehr seine Klasse. Joshua Kimmich sorgte in der 87. Minute mit dem Siegtreffer für die endgültige Entscheidung, nachdem Daniel Svensson den Dortmunden kurz zuvor mit seinem Treffer zum 2:2 noch Hoffnung gemacht hatte.

Schlotterbeck als tragische Figur

Nico Schlotterbeck hatte den BVB zwar in der 26. Minute in Führung gebracht, entwickelte sich jedoch im Verlauf der Partie zur tragischen Figur. Der Nationalverteidiger hatte gleich mehrfach Glück, nicht vom Platz gestellt zu werden, nachdem er bereits früh eine Gelbe Karte gesehen hatte. Sein Foul an Josip Stanisic brachte den fälligen Elfmeter, den Kane sicher verwandelte. „Das war ein All-in-Spiel für uns. Ich glaube, man kann uns nicht vorwerfen, dass wir zu wenig gemacht haben“, resümierte Schlotterbeck nach der Partie bei Sky.

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Dortmunds Probleme und taktische Entscheidungen

Für Borussia Dortmund war es die erste Heimniederlage in dieser Saison und bedeutete gleichzeitig das zweite Saisonspiel gegen die Bayern ohne Punkte. Trainer Niko Kovac hatte mit taktischen Personalentscheidungen zu kämpfen, die er mit dem muslimischen Fastenmonat Ramadan begründete. „Es kostet viel Energie, wenn du den ganzen Tag nicht essen und nicht trinken kannst“, erklärte Kovac die Bankplätze von Ramy Bensebaini und Serhou Guirassy.

Historische Dimension des Duells

Das 114. Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine in der Bundesliga entwickelte sich von Beginn an zu einem intensiven Schlagabtausch. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem 1:4-Desaster bei Atalanta Bergamo in der Champions League reichte es den Dortmundern nicht, die seit über sieben Jahren anhaltende Serie ohne Heimsieg gegen den Rekordmeister zu beenden.

Fanszene und sportliche Konsequenzen

Interessant war auch die Situation in der Gästekurve, wo sich Teile der Bayern-Fans aus Solidarität mit der organisierten Fanszene zurückhielten, nachdem es vor dem Spiel zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen war. Sportlich scheint die Meisterschaft nach diesem Sieg der Bayern jedoch entschieden. „Wir wollen weiter unsere Spiele gewinnen. Wir wussten aber, dass das ein bedeutendes Spiel für uns war“, betonte Bayerns Nationalspieler Jonathan Tah.

Mit nun elf Punkten Vorsprung und der psychologischen Wirkung dieses Prestigesiegs beim direkten Verfolger dürfte der Weg zum nächsten Meistertitel für den FC Bayern München geebnet sein, während Borussia Dortmund die verpasste Chance schwer wiegen wird.

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