Nach dem Zwangsabstieg des Rivalen aus der 3. Liga schlägt der „Bayern Fanclub Antiesental“ aus Oberösterreich ein Retterspiel für den TSV 1860 München vor. Der Fanklub spendet zudem für die Löwen, denen rund 4 Millionen Euro für den Spielbetrieb in der Regionalliga Bayern fehlen.
Spendeninitiative „Freiheit für die Löwen“
Der Fanklub kündigte in BILD an: „Wir beteiligen uns am Spendenaufruf für die Münchner Löwen.“ Die Initiative „Freiheit für die Löwen“ steht für den Neuaufbau, die Nachwuchsförderung und die Infrastruktur nach dem Aus von Investor Hasan Ismaik. Bisher sind knapp 135.000 Euro zusammengekommen (Stand Montag, 11 Uhr). Das Geld soll am 30. Juni 2026 an den TSV 1860 München e.V. übergeben werden.
Hintergrund der Spende
Die Bayern-Fans aus Österreich erklären: „Unser Fanclub hat über 900 Mitglieder, und im Bekannten- und Freundeskreis gibt es auch Sympathisanten der Blauen, die sich für die Aktion am Münchner Marienplatz bei unserer Meisterfeier schämen.“ Am 17. Mai hatten Löwen-Fans bei der Fan-Party vor dem Rathaus ein XXL-Logo durch die Menge gereicht, das dem Vereinswappen des FC Bayern ähnelte, jedoch mit der Aufschrift „FC Bayern Hurensöhne“. Trotz dieses Vorfalls wollen die Roten aus dem Antiesental spenden.
Fanklub-Chef Christian Eckerl, der mit Hannes Pumberger das Obmann-Duo bildet, sagt: „Wenn einer am Boden liegt, sollte man ihn nicht noch mit Füßen treten, sondern wahre Größe zeigen. Irgendwo sind wir ja alle Fußballfans.“
Vorschlag für ein Retterspiel
Die Fans aus Antiesental gehen noch einen Schritt weiter und schlagen Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Vorstands-Boss Jan-Christian Dreesen ein Retterspiel für den Stadtrivalen aus Giesing vor. Der Fanklub: „Bei aller Rivalität sollte man die Vergangenheit ruhen lassen. Wir sind beim FC Bayern eine Familie, und vielleicht fällt auch dem Uli und dem Jan noch etwas ein, und es wird zum Beispiel ein Retterspiel organisiert. Wir wären dabei.“
Die Bayern haben durch die Initiative von Hoeneß bereits mehrere Retterspiele ausgetragen: für St. Pauli (2003), Union Berlin (2004), Darmstadt (2008), Alemannia Aachen (2013), Hansa Rostock (2013), Dynamo Dresden (2015), Kickers Offenbach (2017) und Kaiserslautern (2019). Ob die Roten dies nun auch für die Blauen tun würden, bleibt abzuwarten.



