Bayern auf Rekordjagd - Dortmund vollführt spektakuläre Wende
Der FC Bayern München setzt seine dominante Vorstellung in der Fußball-Bundesliga fort und steuert unaufhaltsam auf seinen 35. Meistertitel zu. Nach einem souveränen 4:0-Sieg gegen den 1. FC Union Berlin hat der Tabellenführer nach 27 Spieltagen bereits beeindruckende 97 Tore erzielt. Damit fehlen den Münchnern nur noch vier Treffer zum historischen eigenen Liga-Rekord von 101 Toren aus der Spielzeit 1971/72, den sie in den verbleibenden sieben Saisonpartien knacken könnten.
Dortmunds atemberaubende Aufholjagd gegen Hamburg
Der Vorsprung der Bayern auf Verfolger Borussia Dortmund blieb trotz des Sieges bei neun Punkten, da der BVB ein spektakuläres Abendspiel im eigenen Stadion drehte. Nach einem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand gegen Aufsteiger Hamburger SV gelang noch ein 3:2-Sieg. Philip Otele in der 19. Minute und Albert Sambi Lokonga in der 38. Minute hatten den HSV in Führung gebracht.
Obwohl BVB-Profi Felix Nmecha einen Foulelfmeter verschoss, vollzog sich dennoch die dramatische Wende. Zwei Elfmetertore von Ramy Bensebaini in der 73. und 84. Minute sowie ein Treffer von Fabio Silva in der 78. Minute bewahrten den Tabellenzweiten vor einer peinlichen Niederlage und sicherten drei wertvolle Punkte.
Furioses Rhein-Derby ohne Sieger
Der 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach lieferten sich ein spektakuläres 3:3-Unentschieden in einem rheinischen Derby mit offenem Visier. Dieses Ergebnis bringt keine der beiden Mannschaften im Abstiegskampf entscheidend weiter. Jens Castrop traf in der 1. und 60. Minute für die Gäste, während Philipp Sander in der 20. Minute den dritten Treffer für Gladbach erzielte.
Said El Mala in der 4. Minute und Ragnar Ache in der 7. Minute hatten das Spiel zunächst zugunsten der Kölner gedreht. Nach Castrops Traumtor glich Eric Martel in der 84. Minute zum Endstand aus, musste aber nur zwei Minuten später mit Gelb-Rot vom Platz. Köln bleibt damit drei Punkte hinter Gladbach und nur knapp vor der Abstiegszone.
Wolfsburg verliert entscheidendes Kellerduell
Der VfL Wolfsburg taumelt nach einer 0:1-Niederlage gegen Werder Bremen weiter in Richtung 2. Liga. Justin Njinmah erzielte in der 68. Minute das einzige Tor des Spiels für die Gäste, die als Tabellen-13. nun sieben Punkte Vorsprung auf den vorletzten Wolfsburg haben. VfL-Innenverteidiger Moritz Jenz sah in der Nachspielzeit Gelb-Rot.
Bereits vor dem Anpfiff gab es erhebliche Unruhen. Nach Angaben des VfL versuchten Werder-Anhänger, nicht genehmigte Fan-Utensilien in den Gästeblock zu schmuggeln, wobei Ordner teilweise tätlich angegriffen wurden. Die Polizei bestätigte mehrere Festnahmen, während die Fanhilfe ein "aggressives Vorgehen" der Beamten kritisierte.
Leverkusen patzt erneut in Heidenheim
Nur fünf Tage nach dem Achtelfinal-Aus in der Champions League kassierte Bayer Leverkusen in der Liga den nächsten Dämpfer. Der Vizemeister verspielte in einer wilden zweiten Halbzeit zwei Führungen und musste sich mit einem 3:3 beim Tabellenletzten 1. FC Heidenheim begnügen.
Trotz der Tore von Malik Tillman in der 22. Minute und Patrik Schick in der 35. und 79. Minute verpasste es Bayer, im Kampf um die Champions-League-Qualifikation den Druck zu erhöhen. Patrick Mainka in der 56. Minute und Marvin Pieringer in der 72. und 85. Minute trafen für Heidenheim, das trotz des Punktgewinns kaum noch vor dem Abstieg zu retten ist.
Bayerns souveräner Lauf zur Meisterschaft
Der FC Bayern zieht an der Tabellenspitze weiter einsam seine Kreise. Durch den lockeren 4:0-Sieg gegen Union Berlin knackten die Münchner trotz anfänglicher Schwierigkeiten die 70-Punkte-Marke. Michael Olise löste kurz vor der Pause den Torknoten, Serge Gnabry erhöhte kurz darauf.
Torjäger Harry Kane und erneut Gnabry trafen nach dem Seitenwechsel für die nimmermüden Münchner. Trainer Vincent Kompany hatte seine Elf im Vergleich zum 4:1 gegen Atalanta Bergamo auf fünf Positionen verändert, was sich erneut als erfolgreiche Taktik erwies. Die Bayern demonstrieren eindrucksvoll ihre Überlegenheit in dieser Saison und setzen ihren Weg zum nächsten Titel konsequent fort.



