Duplantis feiert emotionalen Sieg in Torun – Ehammer glänzt mit historischer Leistung
Bei der Hallen-Weltmeisterschaft in Torun hat der schwedische Stabhochspringer Mondo Duplantis einmal mehr seine außergewöhnliche Klasse unter Beweis gestellt. Der 26-Jährige sicherte sich mit einer Höhe von 6,25 Metern die Goldmedaille und feierte damit seinen vierten Titel bei einer Hallen-WM. Diese Leistung ermöglichte es ihm, in dieser Wertung mit dem legendären ukrainischen Stabhochspringer Sergej Bubka gleichzuziehen.
Rückkehr an den Ort des ersten Weltrekords
Die Rückkehr nach Torun war für Duplantis ein besonders emotionaler Moment, denn hier hatte er am 8. Februar 2020 mit 6,17 Metern seinen ersten Weltrekord aufgestellt. „Dieser Ort ist für mich sehr speziell, hier wurde einer meiner größten Kindheitsträume wahr“, betonte der Schwede nach seinem Sieg. Obwohl er in der Vorwoche atemberaubende 6,31 Meter gesprungen war, verzichtete er bei dieser WM auf einen Angriff auf seinen 16. Weltrekord.
Mit über 100 Überspringungen der Sechs-Meter-Marke in seiner Karriere hat Duplantis Bubka in vielen statistischen Kategorien bereits deutlich überholt. Seine Dominanz in der Disziplin bleibt unangefochten, und er setzt seine beeindruckende Siegesserie konsequent fort.
Spannendes Duell um die Medaillen
Das Silber ging an den Griechen Emmanouil Karalis, der mit 6,05 Metern ein starkes Turnier zeigte und das Duell gegen Duplantis keineswegs abgab. Nach einer herzlichen Umarmung des Siegers konnte sich Karalis über seine Leistung freuen. Die Bronzemedaille sicherte sich der Australier Kurtis Marschall mit genau sechs Metern, wobei seine Leistung im Schatten der Top-Platzierungen etwas unterging.
Ehammer knackt Weltrekord im Siebenkampf
Vor dem Auftritt von Duplantis hatte der Schweizer Simon Ehammer für eine Sensation gesorgt. Im Siebenkampf knackte er den 14 Jahre alten Weltrekord des Amerikaners Ashton Eaton mit 6.670 Punkten und übertraf damit die bisherige Bestmarke um 25 Punkte. „Ich wollte unbedingt meinen Europarekord verbessern, aber dass auch der Weltrekord möglich sein würde, war schwer vorstellbar“, kommentierte Ehammer seine historische Leistung.
Der Schweizer hatte bei der Freiluft-WM in Tokio im September noch als Medaillenkandidat im Zehnkampf ausgeschieden, nachdem er im Hochsprung drei ungültige Versuche hatte. In Abwesenheit des Deutschen Leo Neugebauer, der in Tokio Gold gewonnen hatte, zeigte Ehammer in Torun nun seine Extra-Klasse. „Übrigens, ich habe bereits mit ihm telefoniert“, verriet Ehammer im Hinblick auf seinen Vorgänger Eaton.
Die Hallen-WM in Polen bot damit nicht nur einen weiteren Triumph für Mondo Duplantis, sondern auch einen denkwürdigen Weltrekord von Simon Ehammer, der die Leichtathletik-Welt in Staunen versetzte.



