Der FC Bayern München hat das Finale der Champions League verpasst. Das 1:1 (0:1) im Rückspiel gegen Paris Saint-Germain reichte nicht, um die 4:5-Niederlage aus dem Hinspiel wettzumachen. Harry Kane erzielte den Ausgleich erst in der Nachspielzeit, ein weiteres Tor zur Verlängerung fehlte.
Trainer Vincent Kompany und Sportvorstand Max Eberl lobten die Defensivleistung von PSG. „PSG hat die Flanken und den Rückraum unglaublich gut verteidigt. Sie haben dafür gesorgt, dass wir nicht die gefährlichen Abschlüsse bekommen haben“, sagte Kompany. Eberl ergänzte: „PSG hat ein herausragendes Spiel gemacht.“
Die Münchner hatten 66 Prozent Ballbesitz, mehr Pässe, Flanken und Dribblings, doch der Ertrag war gering. „Wir waren keine Killer. Wir hatten die Möglichkeit zu gewinnen, aber kaum krasse Torchancen“, kritisierte Kapitän Manuel Neuer. Konrad Laimer räumte ein: „Wir waren ein bisschen zu schlampig.“
Bereits nach drei Minuten gerieten die Bayern durch Ousmane Dembélé in Rückstand. In der Folge zeigte das Team von Vincent Kompany viel Einsatz, aber wenig Durchschlagskraft. Michael Ballack, Experte bei DAZN, fasste zusammen: „Bayern hat es probiert, aber keine Lösungen gefunden. PSG hat aber auch nichts angeboten.“
Individuell enttäuschten Schlüsselspieler. Michael Olise lieferte laut Datenanbieter Opta fast 30 Ballverluste ab – seine schwächste Saisonleistung. Auch Jamal Musiala zeigte nicht die Form vor seiner Verletzung. Der Schiedsrichter war laut Experten nicht schuld am Ausscheiden, obwohl er eine Gelb-Rote Karte gegen Nuno Mendes hätte zeigen können.



