Belgien nach schwachem WM-Start doch noch Gruppensieger
Belgien nach schwachem WM-Start doch Gruppensieger

Belgien hat sich mit einem deutlichen 5:1-Erfolg gegen den krassen Außenseiter Neuseeland doch noch den Gruppensieg bei der WM gesichert. Die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco gewann am Freitag in Vancouver und steht nun im Sechzehntelfinale. Dort trifft Belgien am kommenden Freitag um 20 Uhr in Dallas auf Australien.

Schwacher WM-Start, aber starke Reaktion

Vor dem dritten Gruppenspiel stand Belgien nach einem 1:1 gegen Ägypten und einem 0:0 gegen Iran nur auf Platz 3. Ohne einen Sieg gegen Neuseeland hätte dem Favoriten sogar das peinliche WM-Aus in der Vorrunde gedroht. Doch die „Roten Teufel“ ließen von Beginn an keine Zweifel am Weiterkommen aufkommen und waren klar überlegen.

Die Erlösung kam in der 28. Minute: Eine Ecke von Kevin De Bruyne sprang im Fünfmeterraum auf und traf den Körper von Neuseelands Internet-Sensation Tim Payne. Die Kugel landete vor den Füßen von Arsenal-Star Leandro Trossard, der aus wenigen Metern zum 1:0 einnetzte. Zuvor hatte Schiedsrichter Adham Makhadmeh nach einem vermeintlichen Handspiel von Neuseelands Surman auf den Elfmeterpunkt gezeigt, den Strafstoß nach VAR-Check jedoch zurückgenommen – eine korrekte Entscheidung (22. Minute).

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Trossard und De Bruyne ebnen den Weg

Kurz nach der Pause erhöhte Trossard auf 2:0 (50. Minute). De Bruyne sorgte mit seinem Tor für das 3:0. Damit war Belgien zwischenzeitlich Gruppensieger – aber nur kurz. Denn Neuseeland verkürzte durch Elijah Just auf 1:3 (84. Minute). Damit wäre Ägypten wieder Erster gewesen. Doch Belgien-Joker Romelu Lukaku traf nur Sekunden nach seiner Einwechslung zum 4:1 (86. Minute) und sorgte so endgültig für Belgiens Gruppensieg. Alexis Saelemaekers erzielte in der Nachspielzeit den 5:1-Endstand (90.+4).

Ägypten verspielt Platz 1

Belgien profitierte auch davon, dass Ägypten parallel in Seattle nur 1:1 gegen den Iran spielte und damit im dritten Vorrundenspiel die Tabellenführung doch noch verspielte. Dabei war Ägypten gut gestartet: Mahmoud Saber sorgte für die Blitzführung (5. Minute). Kurz darauf verschoss Iran-Kapitän Mehdi Taremi einen Foulelfmeter, weil Ägypten-Keeper Mostafa Shoubeir parierte (11. Minute). Doch dann traf der Iran doch: Ramin Rezaeian erzielte aus ganz spitzem Winkel den Ausgleich (14. Minute).

Danach passierte nur noch wenig. Allerdings sorgte sich Ägypten um Superstar Mohamed Salah, der bereits nach 58 Minuten ausgewechselt wurde und im Anschluss mit einem Eisbeutel am Oberschenkel auf der Bank saß. Der Iran muss mit 3 Punkten und einem ausgeglichenen Torverhältnis als einer der acht besten Gruppendritten um den Einzug in die K.o.-Runde zittern. Bitter: In der Nachspielzeit traf der Iran sogar zum vermeintlichen 2:1, was das sichere Ticket für das Sechzehntelfinale bedeutet hätte. Doch das Tor wurde nach VAR-Check wegen Abseits zurückgenommen (90.+3). Dann rettete noch die Latte für Ägypten – eine dramatische Schlussphase.

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