Die anhaltende Hitzewelle in Europa zwingt deutsche Kommunen zu drastischen Maßnahmen. Angesichts der extremen Temperaturen und des steigenden Wasserverbrauchs rufen immer mehr Städte und Gemeinden zum Wassersparen auf und erwägen ein Verbot der Gartenbewässerung. In Berlin und anderen Großstädten laufen bereits entsprechende Vorbereitungen.
Temperaturen bis zu 41 Grad erwartet
Seit Tagen ächzt Europa unter einer Rekordhitze. In Frankreich wurden Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke gemessen, Großbritannien verzeichnete einen neuen Hitzerekord. Der Weltklimarat sieht seine Vorhersagen von der Realität übertroffen. Auch in Deutschland soll das Quecksilber am Wochenende weiter steigen: Laut Wetterdiensten sind vielerorts bis zu 41 Grad möglich. Die Behörden warnen vor extremer Hitze und appellieren an die Bevölkerung, sich entsprechend zu verhalten.
Kommunen ergreifen Maßnahmen
Die anhaltende Trockenheit und der hohe Wasserverbrauch führen dazu, dass viele Kommunen über ein Verbot der Gartenbewässerung nachdenken. „Wir müssen die Wasserversorgung sicherstellen, auch für die Feuerwehr und die öffentliche Gesundheit“, erklärte ein Sprecher des Deutschen Städtetages. In einigen Regionen wurde bereits ein nächtliches Bewässerungsverbot erlassen. Die Bürger werden gebeten, ihren Wasserverbrauch zu reduzieren, etwa durch kürzeres Duschen und Verzicht auf das Befüllen von Pools.
Hitzewelle betrifft ganz Europa
Die Hitzewelle hat weite Teile Europas im Griff. In Spanien und Italien wurden ebenfalls extreme Temperaturen gemessen. In Frankreich rief die Regierung die höchste Alarmstufe aus. Auch in Großbritannien, das normalerweise gemäßigtes Klima gewohnt ist, wurden Rekordwerte verzeichnet. Der Klimawandel verstärkt solche Extremwetterereignisse, warnen Experten. „Wir müssen uns auf häufigere und intensivere Hitzewellen einstellen“, so ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes.
Verhaltensregeln bei Hitze
Die Behörden empfehlen, viel Wasser zu trinken, körperliche Anstrengung zu vermeiden und sich in kühlen Räumen aufzuhalten. Besonders ältere Menschen und Kinder sollten geschützt werden. In vielen Städten wurden Trinkwasserbrunnen aufgestellt und öffentliche Gebäude als Kühlräume geöffnet. Die Feuerwehren sind in erhöhter Alarmbereitschaft, da die Waldbrandgefahr steigt. Die Kommunen appellieren an die Eigenverantwortung der Bürger, um die Situation zu meistern.



