UEFA bestraft Benfica Lissabon mit 40.000 Euro Geldstrafe nach rassistischen Vorfällen
Der portugiesische Rekordmeister Benfica Lissabon muss aufgrund von rassistischen Vorfällen im Champions-League-Spiel gegen Real Madrid eine empfindliche Geldstrafe zahlen. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) verurteilte den Klub zu einer Zahlung von 40.000 Euro wegen des rassistischen und diskriminierenden Verhaltens zweier Fans gegenüber Real-Star Vinícius Júnior.
Weitere Sanktionen und Konsequenzen für den Klub
Neben der Geldstrafe verhängte die UEFA-Disziplinarkommission eine weitere Sanktion: Die Teilsperrung einer Zuschauertribüne für eine Europacup-Begegnung wurde für ein Jahr auf Bewährung ausgesetzt. Sollte es innerhalb dieses Zeitraums zu ähnlichen Vorfällen kommen, tritt diese Maßnahme in Kraft.
Zusätzlich muss Benfica weitere 33.000 Euro Strafe zahlen, die auf andere Verfehlungen der Fans zurückgehen. Dazu zählen:
- Das Werfen von Gegenständen während des Spiels
- Die Benutzung eines Laserpointers
Assistenztrainer Pedro Luis Ferreira Machado wurde wegen unsportlichen Verhaltens für ein Spiel gesperrt, was die disziplinarischen Konsequenzen für den Klub weiter verschärft.
Hintergrund der rassistischen Vorfälle
Die Vorfälle ereigneten sich während des Playoff-Spiels in der Königsklasse im Februar, das Real Madrid mit 1:0 gewann. Das Spiel musste aufgrund der Rassismusvorwürfe sogar unterbrochen werden. Auf einem Video sind zwei Benfica-Fans zu sehen, die Affen-Gesten in Richtung von Vinícius Júnior zeigten.
Benfica selbst hatte bereits eine Untersuchung gegen die beiden Anhänger eingeleitet, nachdem die Vorfälle öffentlich wurden. Die Klubführung reagierte damit auf den massiven Druck von Medien und Fußballverbänden.
Konflikt zwischen Prestianni und Vinícius
Auf dem Platz eskalierte die Situation zwischen Benfica-Profi Gianluca Prestianni und Vinícius Júnior. Real-Spieler unterstellten dem Argentinier, Vinícius nach dessen Tor als "Affen" bezeichnet zu haben. Bei dem folgenden Wortgefecht hielt sich Prestianni demonstrativ das Trikot vor den Mund.
Die UEFA reagierte umgehend und sperrte Prestianni vorläufig. Der Spieler bestreitet den Vorwurf der rassistischen Beleidigung jedoch vehement. Die Ermittlungen der UEFA zu diesem spezifischen Vorwurf sind zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen.
Dieser Fall unterstreicht erneut die anhaltenden Probleme mit Rassismus im europäischen Fußball und die entschlossene Haltung der UEFA, solche Vorfälle konsequent zu ahnden. Die Geldstrafen und disziplinarischen Maßnahmen senden ein klares Signal an alle Klubs, ihre Verantwortung für das Verhalten ihrer Fans ernst zu nehmen.



