Der FC Bayern München hat in der Champions League einen weiteren Rückschlag erlitten. Nach der 1:4-Niederlage beim FC Barcelona reagierte Sportvorstand Max Eberl gereizt auf kritische Fragen. In den Katakomben des Olympiastadions fuhr er einen Reporter wütend an: „Mach einen Trainerschein.“
Eberl wies grundsätzliche Kritik am Spielstil von Trainer Vincent Kompany und an der Abwehrleistung zurück. „Das ist so billig, wenn wir Gegentore bekommen, das auf die Defensive zu schieben“, sagte er. Die Niederlage ordnete er als „Learning“ ein. Auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen betonte in seiner Bankettrede: „Vincent und sein Team werden die richtigen Schlüsse ziehen.“
Trainer Kompany sprach von einem „harten Resultat“ und wollte „keine Ausreden suchen“. An seiner Spielphilosophie will er festhalten: „Du suchst in deinem Weg den Erfolg.“ Die internationale Presse kommentierte die Niederlage vernichtend. Die spanische Zeitung „As“ schrieb: „Dieses Barça ist furchteinflößend.“ Der englische „Guardian“ sprach von einem „Exorzismus“.
Barcelonas Offensivstars Raphinha (dreimal) und Robert Lewandowski nutzten die Räume in der Bayern-Abwehr eiskalt aus. Mittelfeldspieler Joshua Kimmich räumte ein: „Es ist teilweise Harakiri, was wir gemacht haben.“ Trotz der zweiten Niederlage in Folge und Platz 23 in der Champions League zeigte sich Eberl zuversichtlich: „Ich mache mir keine Sorgen“ um den Einzug ins Achtelfinale.
Es folgen nun Heimspiele gegen Benfica Lissabon und Paris Saint-Germain. Dreesen gab das Ziel aus: „Wir können immer noch unter die ersten Acht kommen.“ Die ersten acht Teams qualifizieren sich direkt für das Achtelfinale, die Plätze neun bis 24 müssen in eine zusätzliche K.o.-Runde.



