Überragende Leistung beim Champions-League-Aus
Janis Blaswich hat beim Champions-League-Aus von Bayer Leverkusen eine absolut herausragende Leistung abgeliefert. Der Torhüter wuchs im Emirates-Stadion gegen den FC Arsenal deutlich über sich hinaus und zeigte mehrere Glanzparaden, die lange Zeit einen unüberwindbaren Eindruck vermittelten. Die Sport1-Note von 1,5 unterstreicht seine starke Vorstellung eindrucksvoll.
Unter Druck brillant, doch machtlos bei zwei Treffern
Immer wieder musste der 34-jährige Keeper in höchster Not retten und bewahrte seine Mannschaft vor einem früheren Rückstand. Erst beim Traumabschluss von Eberechi Eze und dem Distanzschuss von Declan Rice war er dann chancenlos. Dennoch war Blaswich mit Abstand der beste Leverkusener Spieler an diesem denkwürdigen Abend in London.
Lob von allen Seiten – doch die Zukunft ist ungewiss
Trainer Kasper Hjulmand zeigte sich beeindruckt: „Er hat das gut gemacht. Sehr stabil über das ganze Spiel.“ Auch Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes lobte die Ruhe und Sicherheit, die Blaswich ausgestrahlt habe. Selbst der sonst zurückhaltende Torhüter gab zu: „Heute war sicherlich ein Spiel, in dem ich mal mehr zu tun hatte und mich auszeichnen konnte.“
Konkurrenzkampf mit Mark Flekken
Trotz der großartigen Leistung droht Blaswich bereits am Samstag beim Spiel gegen Heidenheim wieder die Rolle des Zuschauers. Der Grund: Stammkeeper Mark Flekken ist seit dieser Woche zurück im Mannschaftstraining. Die Rollenverteilung war von Anfang an klar definiert – Flekken als Nummer eins, Blaswich als Vertretung.
Blaswich nutzte seine Chance
Nach Flekkens Bänderverletzung im rechten Knie Mitte Januar sprang Blaswich ein und überzeugte seither durchgehend. Der ehemalige Leipziger stellt damit sportlich durchaus Ansprüche auf den Stammplatz im Tor. Auf die Frage nach dem Torwartduell antwortete Blaswich typisch bescheiden: „Da bin ich jetzt der falsche Ansprechpartner für. Ich gebe einfach mein Bestes, und der Trainer muss entscheiden.“
Nagelsmann beobachtet genau
Bundestrainer Julian Nagelsmann, der Blaswich noch aus gemeinsamen Zeiten in Leipzig kennt, dürfte die Leistung genau verfolgt haben. Bereits viermal gehörte der aus der Jugend von Borussia Mönchengladbach stammende Torwart dem DFB-Kader an, kam jedoch noch nicht zum Einsatz. In seiner aktuellen Form könnte Blaswich auch in der Nationalmannschaft eine gute Figur machen – zumindest als Nummer drei.
Teamplayer-Mentalität als Trumpf
Für Blaswich spricht besonders seine Teamplayer-Mentalität. Er kennt sich bestens mit der Rolle im Hintergrund aus und ordnet sich stets der Mannschaft unter. Seine Aussage zum Konkurrenzkampf mit Flekken unterstreicht dies: „Auf Einzelspieler kommt es nicht an.“ Genau diese Einstellung schätzt Bundestrainer Nagelsmann besonders.
Hjulmand mit schwieriger Entscheidung
Trainer Kasper Hjulmand betonte nach der Partie: „Wir haben zwei gute Möglichkeiten. Es ist eine schwierige Entscheidung, das ist aber gut für unsere Mannschaft.“ Er kündigte an, in den nächsten Tagen eine Entscheidung treffen zu wollen. Wer am Samstag in Heidenheim das Bayer-Tor hüten wird, bleibt damit völlig offen.
Sportliche Argumente pro Blaswich
Aus sportlicher Sicht sprechen mehrere Argumente für Blaswich: Gerade auf der Linie überzeugte er zuletzt mit überragenden Reflexen und sicherer Strafraumbeherrschung. Fußballerisch mag Flekken zwar die Nase vorn haben, doch Blaswich hat mit seiner Leistung gegen Arsenal ein beeindruckendes Bewerbungsschreiben abgegeben. Die Entscheidung des Trainers wird mit Spannung erwartet.



