Trainer-Diskussion bei St. Pauli: Blessin bleibt trotz Abstiegsangst
Blessin bei St. Pauli nicht in Gefahr

Nach dem enttäuschenden 0:2 des FC St. Pauli beim Tabellenletzten Heidenheim ist bei Teilen der Fans die Trainer-Diskussion um Alexander Blessin (52) wieder aufgeflammt. Die Frage, ob der Coach beim Tabellen-16. noch der richtige Mann ist, um in den letzten drei Spielen gegen Mainz, Leipzig und Wolfsburg den Klassenerhalt zu schaffen, wird kontrovers diskutiert.

Vereinsführung steht hinter Blessin

Während die Fans debattieren, zeigen sich die Verantwortlichen des FC St. Pauli unbeeindruckt. Präsident Oke Göttlich (50) hatte bereits mehrfach betont, dass man zu Blessin stehe und von seinem Weg überzeugt sei. Schon im Herbst, als die Mannschaft neun Niederlagen in Folge kassierte, sagte er: „Wir zweifeln nicht. Er ist Teil der Lösung.“ Diese Aussage behält auch jetzt ihre Gültigkeit, selbst wenn der Abstieg in die 2. Liga droht. Blessin, der nach dem Aufstieg 2024 als Nachfolger von Fabian Hürzeler (33/Brighton) verpflichtet wurde, besitzt einen Vertrag bis 2027.

Unterstützung von Ex-Europameister Helmer

Prominente Unterstützung erhält die Vereinsführung von Thomas Helmer (61), dem ehemaligen Europameister, der seit Jahren in Hamburg lebt. Bei NDR 90,3 äußerte er sich zur aktuellen Situation nach der Heidenheim-Pleite und nahm die Spieler in die Pflicht: „Das ärgert mich als Ex-Spieler immer so. Du hast ja Möglichkeiten und Chancen. Es scheint nicht superschwierig, in der Liga zu bleiben. Du musst dich selbst an die eigene Nase packen. Die Spieler sind immer noch auf dem Platz und können selbst Entscheidungen treffen. Das müssen sie machen. Wenn sie es nicht machen, ist es immer leicht, die Schuld beim Trainer zu suchen.“

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Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft stimmt

Wer die Mannschaft genauer beobachtet – beim Training oder bei den Spielen – wird feststellen, dass das Verhältnis zwischen Trainer Blessin und der Mannschaft intakt ist. Der gebürtige Schwabe erreicht die Spieler, die wiederum die Schuld für die Misere stets bei sich selbst suchen. Zudem stellt sich der Effekt eines Trainerwechsels nicht immer sofort ein, besonders wenn – wie bei St. Pauli – nur noch drei Spiele ausstehen. Aktuell hat der Trainerwechsel bei Union Berlin (zwei Niederlagen) gar nichts gebracht. Auch bei Werder Bremen (drei Niederlagen) und Wolfsburg (ein Remis, zwei Niederlagen) gab es in den ersten drei Spielen nach dem Coach-Tausch wenig bis keinen Erfolg.

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