Blessin offenbart: Das ist der Grund für Oppies Bankplatz bei St. Pauli
In Leverkusen saß Linksverteidiger Louis Oppie (23) beim FC St. Pauli erneut die vollen 90 Minuten auf der Ersatzbank. Fast genau ein Jahr ist vergangen, seit der Spieler mit Arminia Bielefeld durch einen 2:1-Sieg gegen Werder Bremen den Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale feierte. Am Sonntag geht es für ihn mit St. Pauli in der Bundesliga erneut gegen Werder Bremen. Doch statt von Beginn an mitzuspielen, muss Oppie vorerst weiter auf seinen Einsatz warten.
Vom Stammspieler zum Reservisten
Nach einem überzeugenden ersten Halbjahr bei den Kiezkickern läuft es für den 23-Jährigen momentan alles andere als optimal. Nach insgesamt 15 Startelf-Einsätzen fiel der Verteidiger in ein deutliches Winterloch. Im Stadtderby gegen den HSV Mitte Januar stand Oppie zuletzt in der Bundesliga auf dem Platz. Im Pokalspiel in Leverkusen Anfang Februar durfte er in der zweiten Halbzeit eingewechselt werden, blieb dabei jedoch glücklos.
Trainer Alexander Blessin (52) setzt seit vier Spielen konsequent auf Arkadiusz Pyrka (23) auf der linken Abwehrseite, obwohl dieser eigentlich als rechter Verteidiger ausgebildet ist. Oppie bleibt damit nur der Platz auf der Bank. Und diese Entscheidung hat konkrete Gründe, wie der Trainer nun ausführlich erläutert.
Blessins Analyse: Zu verkopft und nervös
Der St. Pauli-Cheftrainer erklärt die Situation seines Spielers: „Louis hat eine Zeit lang sehr gut performt, als er nach dem Saisonstart seine anfängliche Nervosität abgelegt hatte. Das, was er ganz am Anfang zeigte und dann erfolgreich überwand, hat er leider wieder. Jetzt ist er einfach zu verkopft.“ Blessin meint damit, dass Oppie Dinge versucht, die er gar nicht können muss. „Er denkt zu viel nach, macht weniger natürliche Sachen, die er normalerweise in sich hat und die ihn auszeichnen.“
Doch der Trainer macht seinem Spieler auch Hoffnung für die Zukunft: „Daran muss er arbeiten. Ich sehe ihn aber bereits auf einem guten Weg. Er wird dann sicherlich auch wieder eine wichtige Rolle im Team spielen, aber momentan machen es andere Spieler auf seiner Position einfach hervorragend.“
Bewiesen hat er es schon
Dass Oppie das Potenzial für die Bundesliga besitzt, hat er in der Hinrunde eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Sowohl in der Liga als auch im DFB-Pokal konnte der gebürtige Berliner bereits jeweils einmal treffen. Jetzt benötigt der Abwehrspieler dringend wieder ein Erfolgserlebnis, das sein Selbstvertrauen stärkt. Schon ein paar gute Minuten in der Bundesliga könnten den entscheidenden Impuls geben. Vielleicht ist es bereits im Spiel gegen Werder Bremen so weit, dass Oppie seine Chance erhält und sie nutzen kann.
Die Entwicklung des jungen Verteidigers bleibt spannend zu beobachten, während St. Pauli in der Bundesliga um wichtige Punkte kämpft. Trainer Blessin zeigt sich geduldig, aber auch klar in seiner Analyse der aktuellen Situation.



