Bodø/Glimt schockt Europa: Norwegische Sensation wirft Inter Mailand aus der Champions League
Bodø/Glimt wirft Inter Mailand aus der Champions League

Bodø/Glimt schockt Europa: Norwegische Sensation wirft Inter Mailand aus der Champions League

Die europäische Fußball-Elite zittert vor einer unerwarteten Bedrohung aus dem hohen Norden. Nach dem spektakulären 2:1-Sieg im Playoff-Rückspiel beim Vorjahresfinalisten Inter Mailand steht der FK Bodø/Glimt erstmals in der Vereinsgeschichte im Achtelfinale der Champions League. Diese historische Leistung lässt die Granden des Kontinentalfußballs aufhorchen.

Die unaufhaltsame Erfolgsserie des norwegischen Underdogs

Seit dem 25. November des vergangenen Jahres hat der Club aus der nur gut 50.000 Einwohner zählenden Stadt Bodø in der Champions League kein einziges Spiel mehr verloren. Noch beeindruckender ist die Bilanz von vier Siegen in den vergangenen fünf Partien gegen absolute Top-Teams.

Die beeindruckende Serie im Detail:

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  • 2:2 in der Gruppenphase gegen Borussia Dortmund
  • 3:1 daheim gegen Manchester City
  • 2:1 bei Atlético Madrid
  • 3:1 im Playoff-Hinspiel gegen Inter Mailand
  • 2:1 im entscheidenden Rückspiel in Mailand

Trainer Kjetil Knutsen zeigte sich nach dem historischen Erfolg überwältigt: "Wir sind im Achtelfinale: Ich kann es eigentlich gar nicht glauben. Eine Mannschaft aus einer kleinen Stadt im Norden. Es ist unglaublich."

Medien-Echo: Von der "Klapperschlange" bis zum "Senkrechtstarter"

Die internationale Sportpresse überschlägt sich mit Superlativen. Frankreichs "L'Équipe" spricht von "einer der größten Sensationen in der Geschichte der Champions League", während Spaniens "Sport" den norwegischen Club als "großen Senkrechtstarter" bezeichnet, der "das gesamte Giuseppe Meazza-Stadion zum Schweigen" gebracht habe.

Besonders bildhaft wird die italienische "Gazzetta dello Sport": "Bodø ist eine Klapperschlange, die sich duckt und dann plötzlich zubeißt." Diese Metapher beschreibt perfekt die Spielweise des Teams, das trotz eines Marktwerts von nur etwa 53 Millionen Euro die europäischen Fußball-Giganten in Bedrängnis bringt.

Italienisches Trauma und norwegischer Jubel

Während in der Kabine des San Siro die Enttäuschung groß war - die Spieler hämmerten im Rhythmus mit den Fäusten auf die Hängeschränke - feierten die siegreichen Norweger ausgelassen. Norwegens "Aftenposten" spottete: "Mamma mia! Jetzt haben Italiener Alpträume von Norwegen."

Diese Anspielung bezieht sich nicht nur auf das Champions-League-Aus, sondern auch auf die jüngsten Niederlagen der italienischen Nationalmannschaft gegen Norwegen in der WM-Qualifikation. Während sich das Team um Superstar Erling Haaland bereits auf die WM-Endrunde im Sommer freuen kann, muss die Squadra Azzurra noch um die Teilnahme kämpfen.

Bescheidenheit trotz historischen Erfolgs

Trotz des spektakulären Erfolgs bleiben die Bodø/Glimt-Spieler erstaunlich bescheiden. Odin Björtuft erklärte mit einem Lächeln: "Wir werden die Füße hochlegen und vielleicht eine Cola Zero trinken. Das ist das übliche Verfahren, wir nehmen es gelassen."

Teamkollege Fredrik Björkan ergänzte gegenüber der Zeitung "Dagbladet": "Wir verschieben die Party, mal sehen, wie lange es dauert, aber irgendwann wird es eine Party geben." Diese Bodenständigkeit charakterisiert den gesamten Club, der daheim auf Kunstrasen spielt und dennoch die europäische Elite herausfordert.

Ausblick auf das Achtelfinale und mögliche deutsche Gegner

Am Freitag wird in Nyon die Auslosung für das Achtelfinale stattfinden. Für die Norweger könnte es zu einem Wiedersehen mit Manchester City kommen, oder der Gegner heißt Sporting Lissabon. Besonders spannend wird die mögliche Begegnung mit einer deutschen Mannschaft im Viertelfinale.

Im Turnierbaum befindet sich Bodø/Glimt auf dem blauen Pfad, der im Achtelfinale zum deutschen Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern führen könnte. Sollte der norwegische Club auch diese Hürde nehmen, könnte es zu einer spektakulären Begegnung mit einem deutschen Vertreter kommen.

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Inter-Kapitän Nicolò Barella resümierte enttäuscht: "Das Schwierigste war, den Bann zu brechen. Das ist uns nicht gelungen." Deutschlands Nationalspieler Yann Bisseck ergänzte: "Bodø/Glimt hat seine Aufgabe erfüllt. Wir sind enttäuscht, aber morgen ist ein neuer Tag." Allerdings einer ohne Inter Mailand in der Champions League.