BVB-Abwehr erneut in der Krise: Süle-Verletzung überschattet Kantersieg gegen Mainz
BVB-Abwehrkrise: Süle-Verletzung überschattet Sieg

BVB-Sieg mit bitterem Beigeschmack: Süle-Verletzung löst erneut Abwehr-Alarm aus

Was für ein emotionaler Freitagabend im Signal Iduna Park! Borussia Dortmund feierte einen überzeugenden 4:0-Heimsieg gegen Mainz 05, doch die Freude währte nur kurz. Denn bereits zur Halbzeit musste Innenverteidiger Niklas Süle angeschlagen vom Platz – und löste damit erneut Alarm in der ohnehin schon gebeutelten BVB-Defensive aus.

Besorgniserregender Anblick nach Spielschluss

Spätestens beim Verlassen des Stadions wurde das Ausmaß der Probleme deutlich. Süle humpelte als erster Dortmunder Profi sichtlich gezeichnet aus dem Kabinentrakt, ein Bild, das bei Fans und Verantwortlichen gleichermaßen Besorgnis auslöste. Der nächste mögliche Ausfall in einer Defensive, die in dieser Saison bereits zahlreiche Rückschläge verkraften musste.

Trainer Niko Kovač bestätigte nach dem Spiel, dass der 30-jährige Nationalspieler bereits vor Anpfiff mit Problemen zu kämpfen hatte. „Wir hatten kaum Alternativen“, erklärte der BVB-Cheftrainer die schwierige Ausgangslage. Emre Can fehlte aufgrund von Adduktorenbeschwerden, Nico Schlotterbeck war gesperrt – die personelle Not zwang zum Risiko.

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Vorsichtige Reaktion mit Blick auf Champions League

Umso vorsichtiger agierte Kovač dann in der Halbzeitpause. „Wir wollten bei ihm kein Risiko im Hinblick auf die Partie gegen Atalanta eingehen“, begründete der Trainer die frühe Auswechslung. Diese Aussage lässt nur einen Schluss zu: Süle wackelt für das entscheidende Champions-League-Playoff-Hinspiel am kommenden Dienstag.

Sportdirektor Sebastian Kehl konnte nach Abpfiff weder Entwarnung geben noch grünes Licht signalisieren. Eine bittere Entwicklung für den Abwehrspieler, der erst kürzlich nach überstandenen Rückenbeschwerden in den Kader zurückgekehrt war. Nun droht bereits der nächste Rückschlag in einer von Verletzungen geplagten Saison.

Jungspund Reggiani als kleiner Lichtblick

Immerhin bot der Abend auch einen positiven Aspekt. Der erst 18-jährige Luca Reggiani ersetzte Süle nach der Pause und absolvierte eine beachtliche Bundesliga-Premiere. Kovač lobte den Nachwuchsspieler ausdrücklich: „Ich habe zu ihm gesagt, dass er es genießen soll und es etwas Besonderes ist. Es war eine tolle Premiere, er hat das richtig gut gemacht.“

Doch dieser Lichtblick kann nicht über das grundlegende Problem hinwegtäuschen: Die Dreierkette wird für Trainer Kovač erneut zum komplizierten Puzzle. Zwar kehrt Nico Schlotterbeck von seiner Gelbsperre zurück, doch der spielt klar auf der linken Seite. Fehlt Süle, klafft plötzlich eine Lücke auf der rechten Abwehrseite – genau zur denkbar ungünstigsten Zeitpunkt vor dem europäischen Topspiel.

Der Kantersieg gegen Mainz bleibt damit ein zweischneidiges Schwert für die Borussen. Während die Offensive mit vier Treffern überzeugte, wirft die erneute Verletzungssorge in der Defensive dunkle Schatten auf die anstehenden Herausforderungen. Die nächsten Tage werden zeigen, wie schwerwiegend Süles Probleme tatsächlich sind – und wie kreativ Kovač bei der Personalplanung für die Champions League werden muss.

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