BVB-Fans verkünden radikalen Schritt: Champions-League-Spiel wird boykottiert
In einer bemerkenswerten Entscheidung hat die aktive Fanszene von Borussia Dortmund angekündigt, dem wichtigen Champions-League-Auswärtsspiel in Bergamo fernzubleiben. Die als „Südtribüne Dortmund“ bekannte Gruppierung begründet diesen radikalen Schritt mit umfangreichen Polizeimaßnahmen gegen Dortmunder Anhänger in den vergangenen Tagen.
Ausreiseverbote und Kontrollen als Auslöser
Laut einem ausführlichen Statement auf der Webseite der Fanszene sollen am vergangenen Wochenende mehrere BVB-Fans durch die Bundespolizei die Ausreise verwehrt worden sein. Die Behörden setzten ihre Fahndungsarbeit anschließend an verschiedenen Flughäfen fort, was für viele Anhänger zu einer belastenden Situation führte.
„Daraus folgte für viele Fans ein regelrechter Spießrutenlauf, der sowohl am Flugsteig als auch im Flugzeug und in ausgiebigen Kontrollen und/oder weiteren Ausreiseverboten samt Meldeauflagen endete“, schrieb die „Südtribüne Dortmund“ in ihrer Erklärung. Die Fanszene betonte, dass diese Vorkommnisse in fast 16 Jahren ununterbrochener Europapokal-Präsenz ein absolutes Novum darstellen.
Italienische Polizei setzt Kontrollen fort
Die Probleme setzten sich nach Angaben der BVB-Fans auch in Italien fort. In den Unterkünften der Dortmunder Anhänger in Bergamo kam es zu weiteren Kontrollen durch die italienische Polizei. Diese Maßnahmen haben die aktive Szene nach eigenen Angaben „schweren Herzens“ zu ihrem Boykottentschluss bewegt.
Bereits in der vergangenen Woche hatte es Ärger um das Playoff-Rückspiel gegeben, nachdem die Stadt Bergamo die Bedingungen für Auswärtstickets deutlich verschärft hatte. Diese Entwicklung scheint nun in der aktuellen Eskalation zu gipfeln.
Sportliche Konsequenzen für Borussia Dortmund
Für Borussia Dortmund bedeutet der Boykott, dass die Mannschaft im entscheidenden Champions-League-Rückspiel bei Atalanta Bergamo ohne die lautstarke Unterstützung ihrer aktiven Fanszene auskommen muss. Das Spiel findet am Mittwoch um 18:45 Uhr statt und könnte über das Weiterkommen in der Königsklasse entscheiden.
Die „Südtribüne Dortmund“ betonte in ihrer Erklärung, dass dieser Schritt nicht leichtgefallen sei, aber angesichts der Behandlung der Fans durch die Behörden als notwendig erachtet werde. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser beispiellose Boykott auf die Stimmung im Stadion und möglicherweise auch auf die Leistung der Dortmunder Mannschaft auswirken wird.



