BVB will mit voller Konzentration ins Champions League-Achtelfinale
Die Verantwortlichen von Borussia Dortmund lassen sich nicht von den Diskussionen über das bevorstehende Bundesliga-Spitzenpiel gegen den FC Bayern München ablenken. Im Mittelpunkt steht für den BVB ausschließlich das entscheidende Playoff-Rückspiel in der Königsklasse.
Voller Fokus auf das millionenschwere Weiterkommen
Sportdirektor Sebastian Kehl betonte vor dem Auftritt in Norditalien die absolute Priorität des Champions League-Spiels. „Wir müssen scharf sein und eine Runde weiterkommen. Das müssen wir schaffen“, forderte Kehl von seiner Mannschaft. Trotz des komfortablen 2:0-Vorsprungs aus dem Hinspiel warnte der BVB-Sportchef vor Leichtsinn.
Trainer Niko Kovac unterstützte diese Linie vollständig: „Ich schaue nur auf das, was kommt, und nicht auf das, was in Zukunft sein wird. Jetzt ist Bergamo. Die Bayern kommen erst am Wochenende“, erklärte der 54-jährige Trainer deutlich.
Defensiv-Herausforderung in personell angespannter Situation
Für das wichtige Auswärtsspiel muss die Dortmunder Abwehr eine deutliche Leistungssteigerung zeigen. Nach dem enttäuschenden 2:2 in Leipzig kritisierte Kehl die erste Halbzeit: „Wir waren nicht auf dem Niveau, das wir uns vorgenommen hatten“.
Eine Schlüsselrolle fällt dabei Waldemar Anton zu. Der 29-jährige Innenverteidiger muss die durch Verletzungen von Emre Can, Niklas Süle und Nico Schlotterbeck dezimierte Abwehrreihe stabilisieren. Kovac lobte den Nationalspieler überschwänglich: „Er hilft der Mannschaft unheimlich mit seiner Stabilität, Aggressivität und seinem Leadership“.
Statistische Vorteile und historische Erinnerungen
Die Dortmunder können auf positive Erfahrungen in Bergamo zurückblicken. Vor acht Jahren erreichte der BVB mit einem 1:1 nach 3:2-Heimsieg das Achtelfinale der Europa League. Julian Brandt warnte jedoch vor Übermut: „Ein 2:0 ist tückisch, wenn du noch ein Auswärtsspiel vor der Brust hast“.
Die Statistik spricht dennoch für die Borussen:
- In 19 von 20 bisherigen Fällen reichte dem BVB ein Zwei-Tore-Vorsprung zum Weiterkommen
- Atalanta Bergamo konnte noch nie einen solchen Rückstand aufholen
- Dortmund ist in der Bundesliga erst einmal geschlagen und seit fünf Pflichtspielen unbesiegt
Mögliche Ausblicke auf die nächste Runde
Sollte der Bundesliga-Zweite das Achtelfinale erreichen, könnte es bereits in der nächsten Runde erneut zum deutschen Duell kommen. Als mögliche Gegner warten entweder der deutsche Rekordmeister FC Bayern München oder der englische Tabellenführer FC Arsenal. Zunächst muss jedoch das Zwei-Tore-Polster über die Zeit gebracht werden, um bei der Auslosung am Freitag in der UEFA-Zentrale in Nyon dabei zu sein.
Die finanziellen Anreize sind enorm: Das Weiterkommen bringt dem Verein weitere elf Millionen Euro ein. Dieser finanzielle Aspekt unterstreicht die Bedeutung des Spiels zusätzlich zu den sportlichen Ambitionen in Europas prestigeträchtigstem Klubwettbewerb.



