BVB jagt Bayern weiter: Guirassy-Doppelpack bei klarem 4:0 gegen Mainz
BVB jagt Bayern: Guirassy-Doppelpack bei 4:0 gegen Mainz

BVB setzt im Meisterschaftskampf deutliches Ausrufezeichen

Die Meisterjäger von Borussia Dortmund hetzen den FC Bayern München unerbittlich und haben sich optimal auf das kommende Gipfeltreffen in zwei Wochen eingestellt. Beim klaren 4:0 (3:0) gegen den FSV Mainz 05 überzeugte die Mannschaft von Trainer Niko Kovac am Freitagabend nach Wochen spielerischer Armut endlich wieder vollumfänglich. Nach dem sechsten Sieg in Serie fehlen dem BVB zumindest für eine Nacht nur noch drei Punkte auf den Spitzenreiter aus München – und der muss am 28. Februar nach Dortmund reisen.

Frühe Führung durch Kopfballstärke

Serhou Guirassy (10., 42.) und Maximilian Beier (15.) brachten den BVB bereits vor der Halbzeitpause komfortabel in Führung. Bemerkenswert: Alle drei Treffer fielen per Kopfball. Dominik Kohr (84.) unterlief zudem ein Eigentor – nach einem weiteren Kopfball der Dortmunder. Den Auftakt in seine entscheidenden Wochen hat der BVB damit souverän gemeistert. Mit 51 Punkten und nun 15 Spielen ohne Niederlage kann der Klub selbstbewusst nach vorne blicken.

Denn die Herausforderungen häufen sich: Bereits am Dienstag steht gegen Atalanta Bergamo das erste von zwei Spielen im Kampf um den Verbleib in der Champions League an. Anschließend folgen in der Bundesliga wegweisende Kracher-Duelle bei RB Leipzig (21. Februar) und das Spitzenspiel gegen den FC Bayern.

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Kovacs klare Devise umgesetzt

Die Vorgabe von Trainer Niko Kovac war glasklar gewesen. Im Fernduell um die deutsche Meisterschaft müsse seine Mannschaft erneut „vorlegen“, forderte der Coach gewohnt nüchtern – und das mit gebotener Vorsicht. Denn die wiedererstarkten Mainzer, die zuletzt drei Siege in Folge gefeiert hatten, seien unter Coach Urs Fischer längst „keine Laufkundschaft“ mehr.

Tatsächlich aber war es Kovacs Mannschaft, die ihre Gäste im Duell der beiden besten Rückrunden-Teams der Liga schnell ins Schwitzen brachte. Julian Ryerson fand per Freistoß zielgenau den Kopf von Guirassy – nach Wochen in der Kritik traf der Stürmer damit im dritten Ligaspiel in Folge.

Ryerson als Schlüsselfigur

Nur fünf Minuten später durften die schwarz-gelben Fans erneut jubeln. Der Tathergang war wieder fast identisch: Nach einer Flanke von Ryerson war es diesmal Beier, der der Mainzer Karnevalsstimmung einen herben Dämpfer verpasste. Auch Mainz feuerte mit Silas (22.) einen deftigen Warnschuss ab, doch erneut trafen die Gastgeber. Mit seinem dritten Vorlage bediente Ryerson erneut Guirassy zum 3:0.

Nach dem Wiederanpfiff zeigte sich der BVB weiterhin torhungrig, scheiterte jedoch zunächst mehrfach am starken Mainzer Schlussmann Daniel Batz. Schließlich entschieden sich die Dortmunder, in den anstrengenden englischen Wochen noch etwas Kraft zu sparen. Doch selbst im Verwaltungsmodus blieben sie die überlegene Mannschaft. Ryerson bereitete mit seinem Eckball vor Kohrs Eigentor noch einen weiteren Treffer zumindest indirekt vor und krönte sich damit zum unumstrittenen Spieler des Abends.

Mainz ohne echte Chancen

Die Mainzer hatten sich zu diesem Zeitpunkt mehr oder weniger aufgegeben. Es passte wenig zusammen, und wenn es offensiv einmal gefährlich wurde, war BVB-Torhüter Gregor Kobel souverän zur Stelle – beispielsweise gegen den eingewechselten Sheraldo Becker (76.) und Nelson Weiper (88.).

Der BVB hat damit nicht nur drei wichtige Punkte geholt, sondern auch psychologisch wertvolles Selbstvertrauen für die kommenden Großereignisse gesammelt. Das Titelrennen in der Bundesliga bleibt damit bis zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten hochspannend.

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