Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac hat kein Verständnis für die Nichtberücksichtigung von Maximilian Beier für die Nationalmannschaft. „Ich persönlich hätte ihn mitgenommen, aber ich bin nicht der Bundestrainer“, sagte Kovac nach dem 3:2-Sieg des BVB gegen den HSV. „Ich denke, es gibt viele, viele Gründe. Sehr viel mehr Gründe, als ihn nicht zu nominieren. Aber der Bundestrainer entscheidet.“
Beier zählt seit Wochen zu den auffälligsten BVB-Spielern und hatte gegen den HSV zwei Elfmeter herausgeholt. „Seine Leistung spricht für sich“, meinte Kovac. „Aber ich glaube daran, dass er zur WM fährt. Denn so etwas brauchen wir bei einer WM.“ Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte den 23-Jährigen für die anstehenden Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana nicht in den Kader berufen.
Nagelsmann setzt bei der Auswahl seiner WM-Kandidaten auf einen großen Block des FC Bayern und eine starke England-Fraktion. Von Dortmund sind lediglich drei Spieler berufen worden: Waldemar Anton, Nico Schlotterbeck und Felix Nmecha. Die Chancen auf ein WM-Ticket für nicht nominierte Spieler wie Maximilian Mittelstädt, Angelo Stiller, Robert Andrich und Niclas Füllkrug sind gesunken.
Am Montag versammelt Nagelsmann sein Aufgebot in Herzogenaurach. Den vorläufigen WM-Kader wird er in der Woche vor dem letzten Bundesliga-Spieltag nominieren. Die Endrunde beginnt für Deutschland am 14. Juni gegen Curaçao.



