BVB-Star Julian Brandt verlässt Borussia Dortmund zum Saisonende
Nach dem wichtigen 2:1-Auswärtssieg beim 1. FC Köln hat Borussia Dortmunds Geschäftsführer Sport Lars Ricken eine bedeutende Personalentscheidung bekannt gegeben. Der Mittelfeld-Star Julian Brandt wird seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag beim Bundesligisten nicht verlängern.
Ricken bestätigt einvernehmliche Trennung
Lars Ricken äußerte sich live am Sky-Mikrofon im Gespräch mit Moderator Sebastian Hellmann und Expertin Tabea Kemme zu den bereits kursierenden Berichten über Brandts bevorstehenden Abgang. „Es hat ja schon ein paar Berichte gegeben. Es ist einfach so, dass es da offene Gespräche gegeben hat und man sich da einig war, dass der auslaufende Vertrag nicht verlängert wird“, erklärte der BVB-Sportchef.
Ricken würdigte die Leistungen des 29-jährigen Nationalspielers, der seit 2019 für den BVB aufläuft und mit bisher 298 Einsätzen zum dienstältesten Profi im aktuellen Kader avanciert ist. „Er hat sieben Jahre bei uns gespielt. Ich glaube, wir können nur Dankbarkeit für ihn haben“, so der Geschäftsführer Sport, der auch auf die gelegentliche Kritik an Brandts Leistungen einging.
Leistung und Gehalt klaffen auseinander
Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund, dass Brandts Leistungen in den vergangenen Jahren nicht immer mit seinem Gehalt von rund 8 Millionen Euro pro Jahr korrelierten. In der aktuellen Saison kommt der Spielmacher auf 10 Tore und 3 Vorlagen in 32 Pflichtspielen – Zahlen, die nach Ansicht vieler Experten nicht den Erwartungen an einen Topverdiener entsprechen.
Ricken betonte jedoch den respektvollen Umgang mit der Situation: „Wir waren uns da letztendlich einig. Ich glaube, man geht da mit ganz viel Wertschätzung auseinander. Es ist aber jetzt für beide auch noch mal eine Chance.“ Der BVB-Sportchef verwies darauf, dass Brandt in Kürze 30 Jahre alt wird und beide Seiten sich neu orientieren könnten.
Zukunft noch ungewiss
Wohin die Reise für den deutschen Nationalspieler mit 48 Länderspielen geht, ist derzeit noch nicht bekannt. Seit Monaten kursieren jedoch Gerüchte über ein Interesse von Aston Villa aus der englischen Premier League an dem technisch versierten Mittelfeldspieler.
Die BILD-Zeitung hatte bereits am Samstagmittag über die bevorstehende Trennung berichtet und damit die offizielle Bestätigung durch den Verein vorweggenommen. Brandts Abgang markiert das Ende einer siebenjährigen Ära beim BVB, in der er zwar immer wieder mit seiner Spielintelligenz überzeugen konnte, aber auch Phasen mit Leistungsschwankungen durchlebte.
Mit dem heutigen Sieg in Köln und der geklärten Zukunft von Julian Brandt kann sich Borussia Dortmund nun voll auf die sportlichen Aufgaben der verbleibenden Saison konzentrieren, während Brandt nach neuen Herausforderungen Ausschau hält.



