Blamage für Carl Zeiss Jena: Heimniederlage gegen Meuselwitz im Thüringenderby
Carl Zeiss Jena patzt gegen Meuselwitz im Derby

Enttäuschende Derby-Niederlage: Carl Zeiss Jena unterliegt Meuselwitz

In einem denkwürdigen Freitagabendspiel der Regionalliga Nordost hat der FC Carl Zeiss Jena eine bittere Heimniederlage einstecken müssen. Vor 6607 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld unterlagen die Thüringer dem ZFC Meuselwitz mit 1:2 (0:0). Diese erste Heimpleite der aktuellen Saison stellt einen herben Rückschlag für die ambitionierten Jenaer dar.

Vorfelddiskussionen und vergebene Großchancen

Bereits vor Anpfiff sorgte eine Personalie für Gesprächsstoff. Der ursprünglich angesetzte Linienrichter Daniel Bartnitzki wurde kurzfristig abgezogen, nachdem Jenas Trainer Volkan Uluc Bedenken geäußert hatte, da Bartnitzki normalerweise für den Erzrivalen Rot-Weiß Erfurt pfeift. Der NOFV entsandte stattdessen den erfahrenen Patrick Kluge aus Zeitz, der das Spiel souverän leitete.

Im Spiel selbst zeigte sich Carl Zeiss Jena von Beginn an dominant, jedoch äußerst ineffizient. Gleich fünf klare Torchancen ließen die Zeiss-Kicker in der ersten Halbzeit ungenutzt. Emeka Oduah scheiterte zweimal an Torhüter Lukas Sedlak (12., 22. Minute), Alexander Prokopenko testete den Meuselwitzer Keeper mit einem Fernschlag (26.), und Kevin Lankford vergab zwei weitere Großchancen kurz vor der Pause (41., 42.). Die Chancenverwertung der Jenaer ließ stark zu wünschen übrig.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Handelfmeter-Duell und späte Entscheidung

Nach der Halbzeitpause setzte Carl Zeiss Jena weiter auf Druck, während Meuselwitz sich kompakt verteidigte. Die Führung fiel schließlich in der 56. Minute nach einem Handspiel von Hendrik Wurr. Maxim Hessel verwandelte den fälligen Elfmeter eiskalt zum 1:0.

Die Freude währte jedoch nur kurz. Nur zehn Minuten später unterlief dem Jenaer Abwehrspieler Sören Reddemann der gleiche Fehler. Auch Meuselwitz erhielt einen Handelfmeter, den Florian Hansch zum 1:1-Ausgleich nutzte (67.).

Ein Schockmoment ereignete sich acht Minuten vor Spielende, als Torschütze Hessel nach einem Luftduell mit René Eckardt benommen am Boden liegen blieb und minutenlang behandelt werden musste. Während seiner Abwesenheit fehlte den Jenaern die zündende Idee. Luis Fischer, ein ehemaliger Jenaer Spieler, vollendete einen Konter in der Schlussphase mit einem präzisen Schlag ins Eck zum 2:1-Siegtreffer für die Gäste.

Ausblick und Konsequenzen

Diese Niederlage wiegt besonders schwer, da Carl Zeiss Jena im Titelkampf der Regionalliga Nordost zurückgeworfen wurde. Die zahlreichen vergebenen Chancen der ersten Halbzeit wurden am Ende bitter bestraft. Für den FC Carl Zeiss Jena geht es am 22. März beim heimstarken Chemnitzer FC weiter, während der ZFC Meuselwitz bereits am 21. März beim Greifswalder FC antreten muss.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration