Chaos bei Tunesien: Trainerwechsel nach 1:5-Debakel gegen Schweden?
Chaos bei Tunesien: Trainerwechsel nach 1:5-Debakel?

Trainerwechsel nach Debakel? Chaos bei Tunesien nach 1:5 gegen Schweden

Die tunesische Fußballnationalmannschaft steht offenbar vor einem Trainerwechsel während der laufenden Weltmeisterschaft. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hat der Verband Sabri Lamouchi nach der desaströsen 1:5-Auftaktniederlage gegen Schweden entlassen. Der 54-jährige Franzose musste damit bereits nach dem ersten Spiel seinen Hut nehmen.

Mondher Kbaier soll übernehmen

Vor den beiden verbleibenden Gruppenspielen gegen Japan und die Niederlande soll der erfahrene Mondher Kbaier das Team übernehmen. Der 56-Jährige hatte die tunesische Nationalmannschaft bereits von 2019 bis 2022 trainiert und war zuletzt als Technischer Direktor des Verbands mit zur WM gereist. Seine Erfahrung bei Klubs wie Raja Casablanca und Club Africain soll nun helfen, die Wende zu schaffen.

Debakel gegen Schweden

Die Partie im mexikanischen Monterrey entwickelte sich zum Albtraum für die Nordafrikaner. Schweden dominierte das Spiel und führte bereits zur Pause durch Tore von Yasin Ayari (7.) und Alexander Isak (30.) mit 2:1. Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer durch den früheren Herthaner Omar Rekik (43.) brachen die Tunesier in der zweiten Hälfte ein. Viktor Gyökeres (59.), Mattias Svanberg sowie erneut Ayari (90.+6) sorgten für den deutlichen Endstand.

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„Das ist eine schmerzliche Niederlage. Sie tut weh. Den Wettbewerb mit einer solch herben Niederlage zu beginnen, ist schwer“, kommentierte Lamouchi nach der Partie. Zu diesem Zeitpunkt ahnte er wohl noch nicht, dass dies seine letzte Pressekonferenz als tunesischer Nationaltrainer gewesen sein könnte.

Schwierige Amtszeit

Lamouchi hatte das Amt erst im Januar dieses Jahres übernommen. In fünf Länderspielen gelang lediglich ein Sieg gegen den WM-Außenseiter Haiti (1:0). Tunesische Medien berichteten bereits vor Turnierbeginn von einem schwierig zu führenden Kader, in dem erfahrene und neue Spieler nicht harmonieren. Lamouchis Vorgänger hatten den dringend nötigen Umbruch immer wieder verschoben. Der Afrika-Cup im vergangenen Winter endete mit einem enttäuschenden Achtelfinal-Aus gegen Mali.

Lamouchis Karriere

Als Spieler war Lamouchi ein technisch herausragender Mittelfeldspieler, der unter anderem für AS Monaco, AC Parma, Inter Mailand und Olympique Marseille auflief. Als Trainer hatte er jedoch oft Pech. Mit der Elfenbeinküste erreichte er die WM 2014 in Brasilien, schied aber trotz eines Auftaktsiegs gegen Japan in der Vorrunde aus, weil Griechenland in der Nachspielzeit des letzten Spiels zum 2:1 traf. Den englischen Klub Nottingham Forest führte er 2020 beinahe in die Premier League, doch nach der Corona-Zwangspause brach das Team ein.

Den schnellsten Trainerwechsel bei einer WM erlebte Lamouchi nicht. 2018 trennten sich die Spanier bereits zwei Tage vor dem ersten Spiel von Julen Lopetegui, nachdem Verhandlungen mit Real Madrid bekannt geworden waren.

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