Nach einem langen Abstiegskampf hatte die BSG Chemie in der Regionalliga Nordost noch die Kurve bekommen. Eine Vielzahl von neuen Spielern, die in der Winterpause kamen, sorgte letztlich für den Klassenerhalt in Leipzig-Leutzsch. Das Problem war nun, dass der Kader größer als geplant war. Nun muss ausgedünnt werden. Und es erwischt dabei auch einen Fanliebling.
Tim Bunge erhält keinen neuen Vertrag
Tim Bunge (30) erhält keinen neuen Vertrag. Sportchef Andy Müller-Papra erklärt: „Tim hat ein grün-weißes Herz, einen einwandfreien Charakter und immer Vollgas gegeben, sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt. Gemeinsam sind wir zu der Entscheidung gekommen, dass es für ihn als Fußballer am besten ist, wenn er sein Können bei einem anderen Verein zeigen kann. Wir sind ihm sehr dankbar für seinen Einsatz für Chemie und wünschen ihm privat und sportlich nur das Allerbeste für seine Zukunft.“
Chemie Leipzig trennt sich von weiteren sechs Spielern
Bunge und Chemie – mehr Leidenschaft geht nicht. Er kam im Sommer 2024 vom FC Eilenburg zurück zu Chemie, wo er bereits in der Jugend spielte und auch als Fußballer oft im Fanblock stand. Jetzt sagt er zum Abschied: „Ich war Chemiker, schon bevor ich angefangen habe hier zu spielen, und ich bleibe es auch. Ich wünsche dem Verein nur das Allerbeste und danke allen Fans, die zu jeder Zeit hinter der Mannschaft und mir persönlich gestanden haben.“ Mit Bunge müssen oder wollen auch fünf weitere Spieler den Klub verlassen: Maxime Langner, Tom Eisfeld, Jean-Marie Nadjombe, Cyrill Akono und Kay Seidemann.
Müller-Papra: „Es fühlt sich jetzt nach sehr vielen Abgängen an, aber in der Rückrunde hatten wir einen 27-köpfigen Kader. Es war von vornherein klar, dass wir nicht mit einem so großen Kader in die neue Saison gehen würden. Einige Spieler, die uns verlassen, hätten wir gern gehalten, aber so ist es im Fußball, das müssen wir akzeptieren. Wir sind mit vielen Spielern im Austausch und werden schon sehr zeitnah weitere Verlängerungen sowie Neuzugänge bekanntgeben.“
Marc Enke bleibt an Bord
Indes bleibt Marc Enke (22) der Mannschaft erhalten. Durch die beidseitig vereinbarte Option verlängert sich der Vertrag des Innenverteidigers um ein weiteres Jahr. Trainer Alexander Schmidt: „Als sich die Lage im Endspurt – auch angesichts einiger Verletzungen – zugespitzt hatte, hat Marc eindrucksvoll gezeigt, dass auf ihn Verlass ist. Er hat sich nahtlos in die Stammelf eingefügt und mit soliden Leistungen zum Klassenerhalt beigetragen. Er ist noch jung und hat absolut das Potenzial, eine der Säulen dieser Mannschaft zu werden. Wir sind deshalb sehr zufrieden, dass er bei uns bleibt.“



