Österreichs Nationalmannschaft gewinnt zwei Top-Talente
Die österreichische Fußball-Nationalmannschaft hat kurz vor der WM-Endrunde zwei bedeutende Verstärkungen verzeichnet. Sowohl der Dortmunder Bundesligaprofi Carney Chukwuemeka als auch das ehemalige Bayern-Talent Paul Wanner haben sich entschieden, künftig für den Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) aufzulaufen. Der Weltverband FIFA hat die Verbandswechsel beider Spieler am Montag offiziell auf seiner Plattform bestätigt.
Persönliche Entscheidungen mit sportlicher Tragweite
Bereits in der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass sich der mittlerweile bei der PSV Eindhoven unter Vertrag stehende Paul Wanner gegen die deutsche Nationalmannschaft und für Österreich entschieden hat. Der 20-Jährige soll Bundestrainer Julian Nagelsmann und U21-Coach Antonio Di Salvo in einem persönlichen Gespräch über seinen Entschluss informiert haben. Wanner, der in Österreich geboren wurde, durchlief sämtliche U-Nationalmannschaften Deutschlands und trug zuletzt neunmal das Trikot der deutschen U21-Auswahl.
Carney Chukwuemeka, der in Wien zur Welt kam, zog bereits als Kleinkind mit seiner aus Nigeria stammenden Familie nach Großbritannien. Der in England ausgebildete Mittelfeldspieler wechselte Anfang 2025 zunächst auf Leihbasis vom FC Chelsea zum BVB und wurde im Sommer fest verpflichtet. In der laufenden Saison bestritt der 22-Jährige insgesamt 20 Bundesligaspiele für Dortmund und erzielte dabei zwei Tore. Beim englischen Fußballverband hatte Chukwuemeka in verschiedenen U-Mannschaften gespielt.
Erste Einsätze bei WM-Testspielen möglich
Für Teamchef Ralf Rangnick bedeuten die Verpflichtungen beider Talente einen erheblichen sportlichen Zugewinn. Wanner und Chukwuemeka könnten bereits in den beiden WM-Testspielen in Wien gegen Ghana am 27. März und Südkorea am 31. März erstmals für Österreich auflaufen. Rangnick wird am Montag sein Aufgebot für diese Begegnungen bekanntgeben.
Die Entscheidungen der beiden jungen Profis unterstreichen die wachsende Attraktivität des österreichischen Fußballs. Beide Spieler bringen internationale Erfahrung und großes Entwicklungspotenzial mit, was die Nationalmannschaft optimal auf die anstehende WM-Endrunde vorbereiten könnte. Die Verbandswechsel markieren einen wichtigen strategischen Erfolg für den ÖFB im Wettbewerb um talentierte Spieler mit mehreren Nationalitätenoptionen.



