CONCACAF Champions Cup trotz US-Einreiseverbot: Mount Pleasant muss mit Rumpfkader antreten
CONCACAF-Turnier trotz Einreiseverbot: Mount Pleasant mit Rumpfkader

CONCACAF Champions Cup: Turnier geht trotz Einreiseverbot weiter

Der jamaikanische Fußball-Vizemeister Mount Pleasant steht vor einer außergewöhnlichen sportlichen Herausforderung. Aufgrund eines US-Einreiseverbots für mehrere Spieler muss der Klub mit einem stark reduzierten Kader im Achtelfinale des CONCACAF Champions Cup antreten. Das Auswärtsspiel gegen Los Angeles Galaxy am Donnerstag um 2.30 Uhr soll dennoch wie geplant stattfinden.

CONCACAF sieht Versäumnis beim Klub

Der Kontinentalverband CONCACAF bewertet die Anreiseprobleme klar als Versäumnis des jamaikanischen Vereins. In einem offiziellen Statement heißt es: „Jeder teilnehmende Verein kann einen Kader von bis zu 35 Spielern registrieren und ist dafür verantwortlich, die Visumsanträge innerhalb der vorgeschriebenen Frist einzureichen.“ Der Verband verwies darauf, dass Mount Pleasant nach der offiziellen Auslosung im Dezember 2025 ausreichend Zeit für das Visumsverfahren gehabt hätte.

Zehn Spieler ohne US-Visum

Insgesamt zehn Spieler des jamaikanischen Teams haben kein Visum für die Einreise in die Vereinigten Staaten erhalten. Besonders betroffen sind sieben haitianische Staatsbürger im Kader. Dieser Vorfall wirft erneut Fragen zur Visavergabe im Vorfeld der anstehenden Weltmeisterschaft im Sommer auf.

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Haiti gehört zu den 19 Ländern, deren Staatsangehörige einem generellen Einreiseverbot in die USA unterliegen. Zwar sind WM-Teilnehmer offiziell von dieser Regelung ausgenommen, doch die genauen Bestimmungen für den CONCACAF Champions Cup waren bislang unklar und sorgten für Verwirrung.

Trainer Whitmore muss improvisieren

Trainer Theodore Whitmore steht vor der schwierigen Aufgabe, eine improvisierte Mannschaft aufzustellen. „Als Coach möchte man natürlich, dass einem die gesamte Mannschaft zur Verfügung steht“, räumte Whitmore auf einer Pressekonferenz ein. Dennoch zeigte er sich optimistisch: „Nichtsdestotrotz haben wir Spieler, die darauf brennen, auf den Platz zu gehen. Wir schauen nach vorne.“

Um den Kader zu füllen, greift Whitmore auf mehrere Spieler aus Jamaikas U20-Nationalteam zurück. Diese unerfahrenen Talente müssen nun in einem der wichtigsten Spiele der Saison gegen den erfahrenen MLS-Klub Los Angeles Galaxy antreten.

Sportliche Auswirkungen ungewiss

Die sportlichen Konsequenzen dieser personellen Notlage sind schwer abzuschätzen. Mount Pleasant verliert nicht nur quantitative Spielerstärke, sondern auch wichtige Erfahrungswerte für das entscheidende Achtelfinal-Duell. Gleichzeitig könnte die ungewöhnliche Situation die verbliebenen Spieler zusätzlich motivieren, um unter erschwerten Bedingungen eine Überraschung zu landen.

Das Spiel am Donnerstag wird somit nicht nur über das Weiterkommen im CONCACAF Champions Cup entscheiden, sondern auch ein Testfall für den Umgang mit administrativen Hürden im internationalen Fußball sein.

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