Dynamo Dresden beendet Darmstadts beeindruckende Serie
Im Rudolf-Harbig-Stadion kam es am 27. Februar 2026 zu einer überraschenden Wendung in der 2. Fußball-Bundesliga. Der zuvor seit 13 Ligaspielen ungeschlagene Aufstiegsaspirant Darmstadt 98 musste sich beim Abstiegskandidaten Dynamo Dresden mit 1:3 geschlagen geben. Dieser Sieg ermöglichte es den Sachsen, vorerst aus der direkten Abstiegszone zu klettern.
Vermeijs Doppelschlag kurz vor der Pause
Die Partie entwickelte sich zunächst ausgeglichen, doch kurz vor der Halbzeitpause überschlugen sich die Ereignisse. In der 42. Minute sah Darmstadts Verteidiger Patric Pfeiffer nach einer Notbremse an Ben Bobzien die Rote Karte. Trainer Florian Kohfeldt zeigte sich an der Seitenlinie sichtlich verärgert über diese Entscheidung von Schiedsrichter Lars Erbst.
In der Folge nutzte Vincent Vermeij die zahlenmäßige Überlegenheit der Gastgeber eiskalt aus. Der Stürmer erzielte in der 45. Minute per Kopfball das 1:0 und nur zwei Minuten später, in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, traf er mit einem Volleyschuss zum 2:0. Dieser Doppelschlag legte den Grundstein für den Dresdner Erfolg.
Weitere Platzverweise und späte Tore
Zu Beginn der zweiten Halbzeit geriet auch Dynamo Dresden in personelle Bedrängnis. Jakob Lemmer erhielt in der 53. Minute nach zwei Fouls direkt nacheinander Gelb-Rot und musste das Feld verlassen. Damit spielten beide Mannschaften zu zehnt.
Die Sachsen konzentrierten sich fortan stärker auf defensive Aufgaben, während Darmstadt trotz der zahlenmäßigen Gleichstellung kaum gefährlich wurde. Erst in der Schlussphase kam es noch zu weiteren Treffern: Christoph Daferner erhöhte in der 81. Minute per Abstauber auf 3:0 für die Gastgeber. Yosuke Furukawa gelang in der 90. Minute lediglich der Anschlusstreffer für die Lilien.
Auswirkungen auf die Tabellensituation
Durch diese Niederlage verpasste Darmstadt 98 die Chance, an die Tabellenspitze der 2. Bundesliga zu springen. Die zuvor beeindruckende Serie von 13 Ligaspielen ohne Niederlage ist damit beendet. Für Dynamo Dresden bedeutete der dritte Heimsieg der Saison hingegen einen wichtigen Schritt im Kampf um den Klassenerhalt.
Bemerkenswert war zudem der personelle Ausfall bei den Gästen: Darmstadt musste bereits ohne den erkrankten Stürmer Fraser Hornby antreten, was die Offensivkraft zusätzlich schwächte. In der ersten Halbzeit hatte Torhüter Tim Schreiber noch eine gute Chance von Niklas Schmidt pariert, doch nach den Platzverweisen und Vermeijs Treffern war die Partie entschieden.



