Def Leppard: Nervosität vor erstem Wacken-Auftritt nach fast 50 Jahren
Def Leppard mit Lampenfieber vor Wacken-Premiere

Die britische Rockgruppe Def Leppard, bekannt für Hits wie „Pour Some Sugar On Me“ und „Love Bites“, freut sich auf ihren ersten Auftritt beim traditionsreichen Heavy-Metal-Festival Wacken Open Air. Vom 29. Juli bis 1. August wird das Festival in Schleswig-Holstein gefeiert, und Def Leppard werden am Donnerstag, dem 30. Juli, die Bühne betreten. Doch trotz ihrer fast 50-jährigen Karriere sind die Musiker nicht frei von Lampenfieber.

Joe Elliott: „Wenn man nicht nervös wird, ist man kein Mensch“

Sänger Joe Elliott erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Es kann immer irgendwas schiefgehen, deshalb ist man nervös. Wenn man nicht nervös wird, ist man kein Mensch.“ Zum 35. Jubiläum des Festivals geben Def Leppard ihr Debüt in der Gemeinde, die jährlich zum Pilgerort für Rock- und Metal-Fans aus aller Welt wird.

Def Leppard: „Keine Heavy-Metal-Band“

Elliott räumte ein, dass er anfangs gezweifelt habe, ob Def Leppard zu einem Heavy-Metal-Festival passen. „Ich glaube nicht, dass wir dieselbe Art von Musik machen wie Metallica. Es wäre albern, uns in dieselbe Schublade zu stecken. Denn wir sind ganz eindeutig keine Heavy-Metal-Band.“ Dennoch treten in Wacken seit langem auch Vertreter anderer Musikrichtungen auf. In diesem Jahr werden unter anderem der frühere Puhdys-Musiker Dieter „Maschine“ Birr, der ehemalige Scorpions-Gitarrist Uli Jon Roth und die schwedische Rockband Europe erwartet.

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Einziges weiteres Deutschland-Konzert in Dortmund

Bereits am Dienstag, dem 23. Juni, geben Def Leppard in der Dortmunder Westfalenhalle ihr einziges weiteres Deutschland-Konzert dieser Tournee. Mit der Halle verbindet Elliott schöne Erinnerungen: 1983 traten die Musiker aus Sheffield dort im Rahmen eines ZDF-Rockfestivals gemeinsam mit Iron Maiden, den Scorpions, Ozzy Osbourne und anderen Gruppen auf. „Sowas vergisst man nicht“, sagte der 66-Jährige. „Wir waren noch sehr, sehr jung und hatten gerade unseren ersten größeren Erfolg in den USA. In Europa waren wir noch nicht wirklich groß herausgekommen. Deshalb war es für uns eine großartige Gelegenheit zu zeigen, was wir draufhaben.“

Beruf als „besten Job der Welt“

43 Jahre später genießen Def Leppard ihren Beruf sogar noch mehr, erzählt Joe Elliott. „Wir müssen nichts mehr beweisen. Natürlich geben wir jedes Mal 100 Prozent. Aber trotz der Nervosität ist die Atmosphäre entspannt. Wir glauben aneinander, wir verlassen uns aufeinander – wir sind wie eine Gang. Das ist einfach der beste Job der Welt. Wobei es eigentlich gar kein Job ist, sondern eher ein Hobby.“

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