Die deutschen Florettmänner haben zum Abschluss der Fecht-Europameisterschaften für ein Erfolgserlebnis gesorgt. Alexander Kahl, Bastian Kappus, Luis Klein und Niklas Diestelkamp gewannen die Bronzemedaille und holten damit das zweite Edelmetall für den Deutschen Fechter-Bund bei den kontinentalen Titelkämpfen im französischen Antony.
Bronze nach hartem Kampf gegen Russland
Im Gefecht um Platz drei besiegte das Quartett das russische Team, das unter neutralem Status (AIN) an den Start ging, mit 45:39. Zuvor musste sich Deutschland nach Erfolgen in den ersten beiden Runden über Kroatien und Ungarn im Halbfinale den favorisierten Franzosen deutlich mit 30:45 geschlagen geben.
Alexandra Ehler überrascht mit Silber
Bereits am Donnerstag hatte Degenfechterin Alexandra Ehler überraschend die Silbermedaille gewonnen. Die 31-Jährige verlor erst im Finale gegen die Weltranglistenerste Katrina Lehis aus Estland. Ehler feierte damit den größten Erfolg ihrer Karriere.
Krise des Deutschen Fechter-Bundes
Der Deutsche Fechter-Bund steckt seit Jahren in einer Krise. Bei Olympischen Spielen ging der Verband 2016 in Rio de Janeiro, 2021 in Tokio und auch vor zwei Jahren in Paris leer aus. Bei den Sommerspielen in der französischen Hauptstadt gehörten gerade einmal zwei Sportler zum Aufgebot. Auch bei Welt- und Europameisterschaften ist Deutschland längst nicht mehr so erfolgreich wie einst. Die letzte EM-Goldmedaille holte Florettfechterin Leonie Ebert vor vier Jahren in Antalya.



