DFB-Elf gegen Elfenbeinküste: 0:1-Pausenrückstand und Probleme im Spiel
DFB-Elf gegen Elfenbeinküste: 0:1-Pausenrückstand

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft liegt im zweiten Gruppenspiel der WM 2026 gegen die Elfenbeinküste mit 0:1 zurück. Franck Kessié erzielte in der 31. Minute das Führungstor für die Ivorer. Die DFB-Elf tut sich schwer, gegen die kompakte Abwehr des Gegners gefährliche Torchancen zu kreieren.

Tor aus dem Nichts nach Trinkpause

Das Tor fiel direkt nach einer Trinkpause, die von den Fans zunehmend mit Pfiffen begleitet wird. Diomande setzte sich auf der linken Seite durch, Brown klärte zunächst im Strafraum, aber der Ball landete direkt vor den Füßen von Kessié, der aus sechs Metern einschob. Neuer hatte keine Abwehrchance. Es war der erste Torschuss der Elfenbeinküste auf das deutsche Tor.

Deutschland hatte zuvor eine gute Möglichkeit durch Havertz, dessen Kopfball von Fofana im Tor der Elfenbeinküste stark pariert wurde. Musiala scheiterte mit einem Schuss aus 16 Metern knapp am linken Pfosten. Ein Tor von Pavlovic nach einem Eckstoß wurde wegen eines Fouls an Fofana nicht gegeben – eine richtige Entscheidung von Schiedsrichter Juan Gabriel Benitez aus Paraguay.

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Verletzungssorgen bei Schlotterbeck

Innenverteidiger Nico Schlotterbeck humpelte nach einem Zweikampf und musste kurzzeitig im Toraus behandelt werden. Er kehrte zwar zurück, zeigte aber Schmerzen. Sollte er nicht weitermachen können, stünde Antonio Rüdiger als Ersatz bereit.

Bislang überzeugt Felix Nmecha als bester deutscher Spieler. Er stopft Löcher im Mittelfeld, gewinnt viele Zweikämpfe und sucht den Weg nach vorn, seine Schüsse wurden jedoch noch geblockt. Die Elfenbeinküste zeigt ihr Tempo und wird gefährlicher, während Deutschland noch nicht die Durchschlagskraft des ersten Spiels (7:1 gegen Curacao) erreicht hat.

Ausgangslage in der Gruppe E

Ein Sieg gegen die Elfenbeinküste würde Deutschland vorzeitig ins Achtelfinale bringen, bei einer Niederlage wird es eng. Die Elfenbeinküste könnte mit einem Sieg ebenfalls das Weiterkommen klarmachen und wäre Gruppensieger, wenn Curacao gegen Ecuador nicht gewinnt. Bei einem Remis wären beide Teams sehr wahrscheinlich in der nächsten Runde, aber die Platzierungen blieben offen.

Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte die Startelf im Vergleich zum Curacao-Spiel nicht verändert. Neuer, Kimmich, Tah, Schlotterbeck, Brown, Nmecha, Pavlovic, Sané, Musiala, Wirtz und Havertz begannen. Die Elfenbeinküste wechselte im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Ecuador auf fünf Positionen, unter anderem rückte Kossounou in die Innenverteidigung und Wahi musste auf die Bank.

Die äußeren Bedingungen in Toronto sind gut: 24 Grad, Sonnenschein, nur böiger Wind. Anders als in Houston, wo die Zuschauer nach dem Spiel Niederlande gegen Schweden wegen eines Gewitters im Stadion bleiben mussten. Rund 3000 deutsche Fans marschierten zum Stadion, um Heimspielatmosphäre zu schaffen.

Historisch gesehen hat Deutschland bei WM-Spielen gegen afrikanische Teams meist wenig Tore geschossen, aber auch selten verloren. Die einzige Niederlage gegen ein afrikanisches Team bei einer WM war 1982 gegen Algerien (1:2). Damals erreichte Deutschland trotzdem das Finale. Heute ist die Elfenbeinküste ein starker Gegner, der sich selbst viel zutraut.

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