DFB-Team müht sich zu 1:1 zur Halbzeit gegen Ecuador – Sané trifft früh
DFB-Elf nur 1:1 zur Halbzeit gegen Ecuador – Sané trifft

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich im letzten Gruppenspiel der Fußball-WM gegen Ecuador schwergetan und zur Halbzeit nur ein 1:1 erzielt. Leroy Sané hatte die DFB-Elf in der 2. Minute in Führung gebracht, doch Ecuador glich noch vor der Pause aus. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann steht bereits als Gruppensieger fest, während Ecuador unbedingt einen Sieg braucht, um noch eine realistische Chance auf das Weiterkommen als einer der besten Gruppendritten zu haben.

Frühe Führung durch Sané

Bereits in der zweiten Minute erzielte Leroy Sané die Führung für Deutschland. Nach einem Einwurf kam Florian Wirtz links am Strafraum an den Ball und legte quer Richtung Elfmeterpunkt. Dort stand Sané und schob mit links cool ein. Der Treffer wurde nach einer kurzen VAR-Überprüfung anerkannt. Ausgerechnet Sané, der wohl umstrittenste deutsche Spieler in der Startelf, traf. Die frühe Führung schien die Deutschen auf Kurs zu bringen, doch Ecuador ließ sich nicht abschütteln.

Ecuador kämpft sich zurück

In der 40. Minute fiel der Ausgleich für Ecuador. Nach einem Ballverlust von Felix Nmecha stand Angulo vor dem Strafraum halblinks völlig frei und traf wunderschön unten rechts ins Eck. Es war das erste Tor Ecuadors bei dieser WM. Die südamerikanische Mannschaft zeigte sich zweikampfstark und ließ die deutsche Elf kaum zur Entfaltung kommen. Helena Wittlich, US-Korrespondentin des Tagesspiegels, berichtete von fassungslosen Fans aus Ecuador nach dem Führungstor für Deutschland und dann von neuer Hoffnung nach dem 1:1. „Wir können es schaffen“, hörte sie immer wieder. Der Glaube der Ecuadorianer war zurück.

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Deutsche Fans verunsichert

Die Stimmung bei den deutschen Anhängern war nach dem anfänglichen Führungstor gedrückt. Helena Wittlich beobachtete viele fassungslose Gesichter im Stadion ob der Leistung nach dem eigenen Treffer. Selbst die motivierenden Klänge der „marching band“ halfen offenbar nicht. Dagegen tanzten die ecuadorianischen Fans, die lange auf ihr erstes Tor warten mussten. Im Stadion in New Jersey waren die ecuadorianischen Fans in der Überzahl, wie Wittlich berichtete. Sie sangen Lieder wie „Auf geht's, wir sind Ecuadorianer“ und „Heute müssen wir gewinnen“.

Nagelsmann vor Herausforderung

Bundestrainer Julian Nagelsmann muss seine Mannschaft in der Halbzeitpause wachrütteln. Er hatte vor dem Spiel bei Magenta erklärt, dass er nur zwei Wechsel in der Startelf vorgenommen habe, obwohl der Gruppensieg bereits feststeht. „Wir haben einen Gegner vor der Brust, bei dem es tabellarisch noch um alles geht. Ich glaube, das ist gut für uns, dass sie mitspielen wollen, weil wir dann vielleicht den einen oder anderen Raum mehr kriegen“, sagte Nagelsmann. „Es geht auch drum, sich an die Temperaturen zu gewöhnen und den Respekt nach innen, von allen, die spielen gegenüber denen die nicht spielen, es aber auch verdient hätten. Die Gesamtgemengelage liegt schon darauf, dass wir heute alles geben müssen.“

Positive Bilanz im zweiten Durchgang

Aus deutscher Sicht gibt es Hoffnung: Im zweiten Durchgang stand die Bilanz in diesem Turnier bei 6:0-Toren. Deniz Undav scharrt sicher schon mit den Hufen, um eingewechselt zu werden. Die äußeren Bedingungen waren anspruchsvoll: Knapp 30 Grad in New Jersey um 16 Uhr Ortszeit, Sonne und Wolken wechselten sich ab. Die deutsche Mannschaft spielte in den dunkelblauen Auswärtstrikots, Ecuador in gelben Trikots und dunkelblauen Hosen.

Schiedsrichterin Penso im Fokus

Die US-Amerikanerin Tori Penso leitete das Spiel. Sie ist die einzige Frau, die bislang bei diesem Turnier zum Einsatz kam. Bis auf eine kurze Unterbrechung, als sie nach einem Pass von Pavlovic im Weg stand und den Ball blockte, machte sie ein gutes Spiel. Die Diskussionen um das deutsche Führungstor und ein vermeintliches Foul in der Entstehung sind noch nicht verstummt. Penso wird bereits als Vorbild gefeiert: „Wir schreiben die Geschichtsbücher, die unsere Töchter lesen werden“, hieß es.

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Ausblick auf die zweite Halbzeit

Im Parallelspiel führte die Elfenbeinküste gegen Curacao 1:0 und näherte sich damit Platz zwei in der Gruppe. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf das deutsche Spiel, da die DFB-Elf bereits Gruppensieger ist. Ecuador muss gewinnen, um als einer der besten Dritten weiterzukommen. Die zweite Halbzeit verspricht Spannung, denn Ecuador wird alles nach vorne werfen, während Deutschland seine Stärke in der Defensive und im Konter unter Beweis stellen muss.