DFB-Frauen vor ungewohnter Kunstrasen-Herausforderung in Norwegen
In der WM-Qualifikation stehen die deutschen Fußballerinnen vor einer besonderen Herausforderung. Das nächste Spiel findet am Samstag in Stavanger, Norwegen, statt – und zwar auf Kunstrasen. Dieser ungewohnte Untergrund bereitet den Spielerinnen gemischte Gefühle, wie aktuelle Statements zeigen.
Erfahrungen mit Schürfwunden und Gewöhnungsprozess
Innenverteidigerin Rebecca Knaak von Manchester City kennt die Tücken des Kunstrasens aus eigener Erfahrung. „Ich habe in Schweden relativ viel auf Kunstrasen gespielt. Da waren schon die ein oder anderen Schürfwunden den ganzen Sommer offen“, berichtete die 29-Jährige. Gleichzeitig relativierte sie: „Das ist einfach eine Gewohnheitssache.“
Die Spielerinnen zeigen sich pragmatisch. Knaak erklärte weiter: „Es ist sicherlich nicht optimal, den Belag zu wechseln. Da sind wir uns glaube ich alle einig, aber am Ende ist das wie so oft mit Gegebenheiten, die wir nicht kontrollieren können – die werden akzeptiert.“ Jammern helfe ohnehin nicht vor dem wichtigen Qualifikationsspiel.
Vorteile gegenüber schwierigen Naturböden
Offensivspielerin Vivien Endemann vom VfL Wolfsburg wies auf mögliche Vorteile hin: „Manchmal ist auch ein Kunstrasen vielleicht besser als ein Acker, auf dem man spielt. Gerade für uns, wir können dann auf dem Kunstrasen auch gut zocken.“ Dies bezieht sich auf das vorherige Spiel gegen Slowenien in Dresden, das auf einem schwierigen Naturrasen stattfand.
Die Mannschaft hat die Möglichkeit, sich am Freitagabend im Viking-Stadion von Stavanger beim Abschlusstraining an den neuen Belag zu gewöhnen. Dies könnte entscheidend für die Leistung am Samstag sein.
Herausforderung gegen starke norwegische Mannschaft
Neben dem Untergrund wartet mit Norwegen ein traditionsreicher Gegner. Die norwegische Mannschaft, früherer Welt- und Europameister, stellt die deutsche Elf vor eine harte Aufgabe. Rebecca Knaak betonte: „Wir wissen, dass Norwegen individuell sehr stark besetzt ist.“ Sie verwies insbesondere auf Star-Stürmerin Ada Hegerberg.
Knaak analysierte weiter: „Sie haben in den letzten Jahren für die Spielerinnen, die sie haben, deutlich unterperformt. Deswegen wissen wir auf jeden Fall, was da auf uns zukommt.“ Die deutsche Mannschaft bereitet sich somit auf ein intensives und taktisch anspruchsvolles Spiel vor.
Das WM-Qualifikationsspiel beginnt am Samstag um 18:00 Uhr und wird im ZDF-Livestream übertragen. Für die DFB-Frauen geht es dabei um wichtige Punkte im Kampf um die WM-Teilnahme.



